DRK-Betreuungsdienst übte mit 200 Teilnehmern in Fritzlar und Borken

Der Schornstein steht: Die Männer und Frauen des DRK-Ortsvereins Pfungstadt bauten in der Nähe des ehemaligen Kraftwerks in Borken eine Feldküche auf. Fotos: Zerhau

Fritzlar/Borken. Über 200 ehrenamtliche Mitglieder des Deutschen Roten Kreuzes aus ganz Hessen trafen sich am Wochenende in Fritzlar. Grund dafür war eine landesweite Übung des Betreuungsdienstes.

Dabei galt es, den aktuellen Ausbildungsstand zu überprüfen und die Zusammenarbeit der einzelnen Ortsverbände zu verbessern. An Stationen auf dem Festplatz in der Ederau, der Anne-Frank-Schule sowie in der Nähe des ehemaligen Kraftwerks in Borken waren die DRK-Helfer im Einsatz.

Wie der DRK-Landes-Katastrophenschutzbeauftragte Mario Di Gennaro sagte, begann die Übung für die Teilnehmer bereits in den Heimatstandorten mit der Beladung der Fahrzeuge.

Nach der Ankunft in Fritzlar gingen die Gruppen aus den Ortsverbänden von Station zu Station, um die Aufgaben zu erfüllen.

Alle ziehen an einem Kabelstrang: Bei der Übung in Fritzlar wurde neben moderner Funktechnik auch noch auf das gute, alte Fernmeldekabel zurückgegriffen, das Nicole Seidl (rechts) auf einer großen Trommel auf dem Rücken trug. Am Kabel die Landesbereitschaftsleiterinnen Jutta Hoffmann und Christina Schaller, der Landes-Katastrophenschutzbeauftragte Mario Di Gennaro und DRK-Vizepräsident Norbert Södler. Foto:  Zerhau

Dazu gehörten der Zeltaufbau sowie der Aufbau einer Stromversorgung für die im Einsatzfall nachrückenden Hilfskräfte. Zudem mussten die Zelte mit Material aus den Fahrzeugen ausgestattet werden. Der Aufbau des Küchenzeltes, inklusive der Feldküche, war eine weitere Aufgabe, die es zu meistern galt.

Allerdings blieb dabei die Küche kalt, denn die Verpflegung gab es für alle Übungsteilnehmer in der Landesverstärkung in Fritzlar. Im Einsatzfall stünde eine Einsatzzelle für Hilfeleistungen bereit. In der Anne-Frank-Schule wurde den Teilnehmern dann in Sachen Theorie einiges abverlangt. Außerdem gab es dort Informationen über die psychosoziale Notfallversorgung.

Den letzten tatsächlichen Einsatz hatten die Helfer im vergangenen Jahr beim zweiten Elbehochwasser in Havelberg im Kreis Stendal zu bewältigen.

Dort wurden durch das DRK pro Tag bis zu 4500 Essensportionen bereitgestellt und mit Allradfahrzeugen im Umkreis von bis zu 35 Kilometern verteilt. Damals waren über 400 Helfer über vier Wochen im Einsatz.

Von Peter Zerhau

Quelle: HNA

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