Bei der Kunstmomentma stellen junge Künstler nach der documenta eigene Werke her

documenta regt Kinder an

Kreativ sein macht Spaß: Kinder gestern bei der Arbeit. Foto: Daher

Treysa. 18 Kinder zwischen acht und 13 Jahren nehmen gerade an der „Kunstmomentma“ im Jugendzentrum Burg in Treysa teil. Organisiert und unterstützt wird dieses Projekt von der Stadtjugendpflege, dem Förderkreis Kinder in Schwalmstadt und den zwei Künstlerinnen Jule Hillgärtner und Kristin Lohmann aus Frankfurt.

Am ersten der drei Tage fuhren die Künstlerinnen mit den Kindern zur documenta 13 nach Kassel, um Eindrücke und Ideen für ihre eigenen Kunstwerke zu sammeln. Sie wählten im Voraus Werke aus, die sie den Kindern nahe bringen wollten.

Skizzen und Gespräche

Die Mädchen und Jungen nahmen durch Gespräche und das Zeichnen von Skizzen die Werke auf ihre eigene Weise wahr. Alle Sinne wurden angesprochen, beispielsweise in der Eingangshalle des Fridericianums, die große Begeisterung bei den Kindern weckte. „Kunst ist nicht immer zum Anfassen oder Sehen, sondern auch zum Fühlen. Wir schlossen die Augen und spürten den Wind“, sagte der zwölfjährige Jonas Walck.

Zeitgemäß

Den beiden Künstlerinnen war es besonders wichtig, den Kindern die documenta nahe zu bringen. „Es ist viel schwieriger Kindern die Renaissance zu erklären, weil sie nicht in dieser Zeit leben. Die documenta zeigt Gegenwartskunst und die Kinder leben jetzt. Es ist ihre Kunst“, erklärten sie.

Am heutigen Eröffnungstag der Schau werden „Samenbomben“, geformte Erdkugeln mit Samen darin, verschenkt. Die Kinder machen das, damit die Besucher auch etwas von der Ausstellung mitnehmen können, genau sie selber von der documenta.

• Die Kunstwerke der Kinder können heute ab 17 Uhr in der Stadtsparkasse Treysa in der Bahnhofstraße betrachtet werden. Die Ausstellung ist danach drei Wochen lang zu den Öffnungszeiten der Stadtsparkasse zu sehen.

Von Johanna Daher

Quelle: HNA

Kommentare