Pläne für neues Angebot

Fritzlar: Keine Kürzungen bei Anrufsammeltaxi-Verbindungen

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Statt Kürzung: Angebot bleibt durch Einsatz der Stadt erhalten.

Fritzlar. Um auch weiterhin die Stadtteile der Stadt Fritzlar zu stärken, wird - anders, als vom Nahverkehr Schwalm-Eder  (NSE) geplant - nicht bei den Anrufsammeltaxi-Fahrten  gespart. Darüber waren sich die Stadtverordneten bei ihrer Sitzung am Donnerstagabend im Fritzlarer Rathaus schnell einig.

Konkret ging es um die Linie 454, die über Fritzlar, Geismar, Haddamar, Lohne, Wehren, Züschen und Heimarshausen führt.

„Wir wollen die Orte gut erreichbar halten“, sagte Bürgermeister Hartmut Spogat  im HNA-Gespräch am Freitag. Man könne nicht auf der einen Seite in die Dorfentwicklung investieren und gleichzeitig Fahrten streichen und damit ein wesentliches Angebot nehmen, betonte er. Das sei ein Widerspruch.

Stadt trägt Kosten 

Deshalb wird die Stadt nun - mit Rückendeckung durch die überwiegende Zustimmung der Ortsbeiräte - die Kosten für die zur Streichung vorgesehenen Fahrten übernehmen. Denn es bestehe ein Bedarf und eine Streichung ließe sich nicht rechtfertigen.

Zudem plane die Stadt, die AST-Fahrten sogar noch auszudehnen: Bislang ist in Ungedanken Endstation. „Wir sind an einer Optimierung der Verbindung nach Bad Wildungen und das Edertal interessiert“, so Spogat. Es müsse den Menschen in den Dörfern auch möglich sein, mit öffentlichen Verkehrsmitteln Ziele wie zum Beispiel das Schwimmbad Heloponte und den Edersee zu erreichen.

2013 habe Fritzlar für die AST-Linien 11.700 Euro ausgegeben. „Das ist gut angelegtes Geld“, so Spogat. Das sah auch Klaus-Dieter Mirswa so. Der Ortsvorsteher, des von der ursprünglich von der NSE geplanten Kürzung betroffenen Ortes Geismar betonte, dass das Angebot für die Entwicklung und die Attraktivität der Stadtteile besonders wichtig sei.

Von Maja Yüce

Quelle: HNA

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