Domäne Haydau: Start der Vorarbeiten für Tagungshotel von B. Braun

Der Abriss hat begonnen: Bauarbeiter tragen den verfaulten Dachstuhl des Wachhauses an der Zufahrt zum Domänengelände ab. Als Nächstes kommt das Nachbargebäude dran, das bislang ebenfalls von der Gemeindeverwaltung genutzt wurde. Fotos:  Grenzebach

Altmorschen. Auf dem Klostergelände Haydau in Altmorschen sind die Bagger angerollt, um Platz für den Neubau eines Tagungshotels zu schaffen. Wie berichtet, plant die B. Braun Melsungen AG den Ausbau des Domänen-Areals zum Seminarzentrum für Mitarbeiter des nordhessischen Weltkonzerns.

Ende vergangener Woche begannen Arbeiter der Abbruchfirma Osterberg aus Körle, Teile des Wachhauses an der Einfahrt zum Gelände abzureißen. Das Team vom Bau war damit beschäftigt, den verfaulten Dachstuhl sowie die Decke des 1843 errichteten flachen Gebäudes zu durchbrechen. Mit Baggern, Kran und Kettensäge waren sie im Einsatz.

Die Fenster- und Türrahmen hoben sie jedoch vorsichtig aus den Fassungen, um sie mit Folie sicher verpackt zu verstauen. Die Bausteine des Mauerwerks werden nicht abgerissen, sondern durchnummeriert und ebenfalls eingelagert.

Denn später einmal soll das Wachhaus an anderer Stelle wieder originalgetreu aufgebaut werden – nämlich außerhalb der Klostermauern auf dem zum Bauerngarten umgestalteten Gelände der früheren Gärtnerei Salzmann. Dort solle das Häuschen „als eine Art Besucherpavillon“ dienen, erläuterte Stephan Kowalski, bei der B. Braun Melsungen AG verantwortlich für das Projekt Tagungszentrum.

Gemeindeverwaltung zog aus

Die Ziegeln des Daches, die keinen historischen Wert haben, wurden von den Bauarbeiten zusammen mit dem Dachstuhl und den gesamten Schutt in einen großen Container verladen. Bis zum Jahresende hatte die Morschener Gemeindeverwaltung das Wachhäuschen für ihre Zwecke genutzt – ebenso wie das längere, angrenzende Gebäude, das laut Kowalski ebenfalls abgerissen wird. Auch die historischen Natursteine dieser früheren Branntweinbrennerei werde man aufheben, um sie für die geplanten Neubauten wiederzuverwenden.

Auch für externe Hotelgäste

An Stelle der beiden alten Sandsteingebäude will B. Braun ein dreigeschossiges Hotel mit insgesamt 140 Betten errichten. Auch ein Hotelrestaurant und ein Spa-Bereich seien für den Neubau vorgesehen, erläuterte Kowalski. Früheren Angaben zufolge werden rund 50 Prozent der Bettenkapazitäten ständig von B. Braun belegt, darüber hinaus wird das neue Gästedomizil in historischem Kloster-ambiente für jedermann buchbar sein.

Nachdem die Abtragungs- und Abrissarbeiten erledigt sind, soll nach Angaben von Kowalski im April die Baugrube fürs neue Hotel ausgehoben werden. Etwa im August 2012 sollen dann die ersten Gäste einziehen können – gleich, ob sie eine Tagung des Konzerns besuchen oder die touristischen Schönheiten des Mittleren Fuldatals entdecken wollen. (ycg/asz)

Quelle: HNA

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