Entscheidungen sollen schneller getroffen werden

Doppelspitze für das Hospital zum Heiligen Geist in Fritzlar

Die neuen Geschäftsführer: Dr. Carsten Bismarck und Barbara Gawliczek.

Fritzlar. Personelle Veränderung an der Spitze des Hospitals zum Heiligen Geist in Fritzlar: Ab Mai gibt es mit Barbara Gawliczek (kaufmännisch) und Dr. Carsten Bismarck (medizinisch) zwei Geschäftsführer in dem Krankenhaus.

Das Kuratorium der Stiftung Hospital zum Heiligen Geist hat diese Neustrukturierung der Geschäftsführung beschlossen.

Die Stimmung im Haus sei nun erwartungsvoll, sagt Gawliczek im HNA-Gespräch. Die über 500 Mitarbeiter des Krankenhauses seien gespannt, was die Umstrukturierung mit sich bringe. Sie wolle gleich möglichen Ängsten vorbeugen: Es sei kein Stellenabbau geplant. „Im Gegenteil. Uns ist eine stabile Personalsituation wichtig“, betont Gawliczek. Seit 2013 gab es in dem Hospital beim Personal eine Fluktuation, die auch den Patienten aufgefallen war. Es sei wichtig, das Haus (142 Betten) gut am Markt zu positionieren, damit es weiterhin von den Patienten gut angenommen werde. So wolle man auch das medizinische Leistungsspektrum stärken.

Seit zweieinhalb Jahren war Heinrich Gerdes alleiniger kaufmännischer Geschäftsführer des Hospitals. Er wird diese Funktion dann nicht mehr ausüben und zunächst neue Aufgaben erhalten. Welche das sein werden, stehe noch nicht fest. Der Wechsel habe aber nichts mit der Qualität von Gerdes’ Arbeit zu tun, so Gawliczek.

Man trage mit dieser Entscheidung vielmehr den Veränderungen im Gesundheitswesen Rechnung. „Es ist zunehmend Diversität, Fachwissen und Flexibilität gefragt“, erklärt sie. Daher sei es sinnvoll, die Geschäftsführung in den medizinischen und den kaufmännischen Bereich zu trennen. Der medizinische Bereich sei bislang in der Geschäftsführung nicht vertreten gewesen. „Manchmal mussten die Mediziner die Ökonomen erst von einer medizinischen Notwendigkeit überzeugen“, so Gawliczek. Durch die Neuausrichtung könnten nun zum Beispiel Personalentscheidungen im medizinischen Bereich schneller getroffen werden.

Bismarck trage Verantwortung für den ärztlichen und den pflegerischen Bereich. Er bleibe Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Klinik für Viszeral- und Unfallchirurgie. Gawliczek, die zugleich Geschäftsführerin der Stiftung ist, wird für die Verwaltung zuständig sein. Außerdem wurde sie vom Kuratorium neben Dr. Bismarck zur weiteren Geschäftsführerin des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) am Hospital sowie zur Geschäftsführerin der übrigen Beteiligungsgesellschaften bestellt. Dazu gehört auch das St. Elisabeth-Seniorenstift.

Quelle: HNA

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