Neue Buchführung für 49 Gemeinden im Kirchenkreis

Doppik in der Kirche

Führen die doppelte Buchführung im Kirchenkreis Fritzlar ein: von links Klaus Rössler, Waldemar Rink, Jens Stöber, Pfarrer Herbert Fuest, Thomas Bräll und Anja Liebal. Foto: Hebeler

Fritzlar. Die doppelte Buchführung gilt nun auch für die 49 Gemeinden des Kirchenkreises Fritzlar. Dass es dadurch gerechter zugehe, das vermittelten Fachleute aus der Landeskirche nun in Fritzlar vor 40 Kirchenvorstehern und Pfarrern. Das entscheidend Neue daran sei, dass jede Pfarrstelle damit zu jeder Zeit den aktuellen Vermögensstatus im Internet abrufen könne, sagte Dekan Prof. Dr. Helmut Umbach: „Wenn jemand von der Substanz lebt, wird das mit der Doppik deutlich.“

Andere Begriffe

Manche Begriffe aus der doppelten Buchführung habe die Landeskirche abgelehnt, sagte Jens Stöber vom Kirchenkreisamt Schlüchtern. Der Begriff Eigenkapital werde in der Kirche durch das Wort Vermögensgrundstock ersetzt. Das sei aufgrund der besonderen Stellung der Kirche in unserer Gesellschaft erforderlich.

So seien die Kirchen nur mit einem symbolischen Wert von einem Euro erfasst, weil diese nicht verkäuflich seien und somit nicht als Kapital der Kirchengemeinden zählten.

Pfarrer Herbert Fuest aus Obervorschütz hatte Bedenken, dass nun die Arbeit der Pfarrer nach dem erwirtschafteten Gewinn ermittelt werde. So sei es nicht, sagte der Fachmann der Landeskirche Thomas Bräll.

Es gehe nicht darum, Gottesdienste zu bewerten oder die Seelsorge, sondern es gehe mit der doppelten Buchführung in der Kirche lediglich darum, die Werte, die zuvor in drei verschiedenen Vorgängen getrennt waren, zusammen in einer Buchführung aufzunehmen.

Von Helga Hebeler

Quelle: HNA

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