Neuauflage der Ortsgeschichte des Neukirchener Stadtteils Asterode ist fertig und kann ab sofort bestellt werden

Das Dorfbuch ist nun druckreif

Idyllisch gelegen: Die Geschichte von Asterode ist in einem neuen Ortsbuch zusammengefasst. Erwähnung findet auch die sehenswerte Kirche, die direkt an der Bundesstraße liegt. Archivfotos: von Keitz

Asterode. Es ist geschafft: Nach über einem Jahr Suche nach Daten und Bildern, nach dem Schreiben vieler Texte und dem technischen Bearbeiten des Materials ist das neue Ortsbuch von Asterode nun druckreif.

Auf 900 Seiten spannt das Ortsbuch einen Bogen über nahezu 770 Jahre Asteröder Geschichte. Das Werk beginnt mit der ersten schriftlichen Erwähnung des Ortes im Jahr 1240 und endet im Jahr 2010, in dem die Geschichte des Ortes neu niedergeschrieben wurde.

Das Ortsbuch ist eine Neuauflage: Bereits 1982 war ein 500 Seiten starkes Dorfbuch erarbeitet worden. Der Autor, Hans-Dieter Herdt, war damals derselbe wie heute. Der 68-Jährige, der in Bonn lebt, wohnte bis Anfang der 1970er-Jahre in Asterode. Mit ihm zusammen haben die Asteröder Gerald Knab und Wilfried Grimm am neuen Ortsbuch mitgearbeitet.

Fragebogen für Haushalte

Das Trio hatte unter anderem einen Fragebogen an alle Haushalte verteilt, um den Familien- und gebäudegeschichtlichen Teil zu aktualisieren, und viele historische Fotos aus dem Dorf zusammengetragen.

Wie bei der Erstauflage, waren die Menschen in Asterode wieder rege eingebunden. Nahezu alle Familien haben die erbetenen Daten zur Verfügung gestellt. Zahlreiche, bis dahin nicht bekannte Fotos, wurden bearbeitet. Die Neuauflage des Ortsbuches ist nicht nur seitenstärker, sondern auch inhaltlich um einiges vielfältiger als der Vorgänger. Berichte von Zeitzeugen wurden eingearbeitet, und die Archivalien nochmals intensiv ausgewertet.

Zu den Themen im ersten, 526 Seiten starken Teil zur Entwicklung des Dorfes, gehören die Zeit der fränkischen Landnahme, der schreckliche 30-jährige Krieg und Wissenswertes von den Asteröder Männern, die 1776 unter dem Hessischen Landgrafen als Soldaten nach Amerika gingen, auf Seiten der Briten kämpften und so ein Stück Weltgeschichte mitschrieben.

Aus der jüngeren Vergangenheit berichtet das Buch über einflussreiche Asteröder Familien, die Branntweinbrennerei Haas, den Bau der heutigen Bundesstraße und den Wald und seine Geschichte. Ausführliche Abhandlungen wurden verfasst zu den Themen Häuser und Höfe, Kirche, Schule, Poststelle und die Kirmes.

Im zweiten Teil des Buches sind auf 374 Seiten die Familien des Dorfes in Vergangenheit und Gegenwart zusammengefasst und auf vielen Bildern dargestellt. „Mit seinen vielfältigen Beiträgen und Bildern soll dieses Buch Dokumentation und Nachschlagewerk über das ehemalige Dorf und den heutigen Neukirchener Stadtteil Asterode sein“, erklärt Wilfried Grimm. (jkö)

Quelle: HNA

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