Dorferneuerung Böddiger: 2,3 Millionen Euro wurden investiert

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Schmuckes Ensemble: die Kirche und die alte Schule nach der Dorferneuerung im Felsberger Stadtteil Böddiger.

Böddiger. Die engagierten Einwohner von Böddiger haben nach dem Abschluss der Dorferneuerung keine Zeit, die Hände in den Schoß zu legen: 2014 will der 600 Einwohner zählende Felsberger Stadtteil an dem Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ teilnehmen.

Bei der Feier zum Abschluss der Dorferneuerung machte Landrat Frank-Martin Neupärtl den Menschen Mut: „Wir brauchen endlich mal wieder einen Landessieger. Geht voran.“

Bernd Kurt Steller, Vorsitzender des Arbeitskreises Dorferneuerung, hatte allen, die zur Feier ins Gasthaus Siebert gekommen waren, ein Kärtchen in die Hand gedrückt. Die Aufschrift neben einem nach oben zeigenden roten Pfeil: „Böddiger ist in Ordnung! Ist Böddiger in Ordnung?“

Am Ende der Dorferneuerung, sagte Steller, könne man feststellen: „Wir haben eine gute Gemeinschaft. Die ist in Ordnung, und deshalb lebe ich auch hier.“ Trotzdem müsse man die Frage stellen, wie es weitergehe. Steller: „Ein Dorf, das sich weiterentwickeln will, darf nicht rasten.” Ordnung sei immer nur eine Momentaufnahme. „Ist Böddiger in Ordnung?” sei der Aufruf, immer wieder zu hinterfragen.

Grillhütte und Spielplätze

„Böddiger hat eine Zukunft – die haben Sie in den letzten zehn Jahren gestaltet.“ Das sagte Bürgermeister Volker Steinmetz. Die gute Konzeption habe viele Menschen überzeugt, und deshalb sei die ehrenamtliche Unterstützung auch so groß gewesen.

Grillhütte, Spielplätze, Kirchenmauer, Jugendclub, Bushaltestelle, Häuser-Modernisierungen, Friedhofs-Gestaltung – die Dorferneuerung Böddiger war und sei eine Erfolgsgeschichte. Diese Bilanz zogen der Bürgermeister und Ortsvorsteher Michael Rimbach. 780.000 Euro für kommunale Projekte und rund 1,6 Millionen Euro für private und gewerbliche Objekte seien investiert worden. Dazu kam unter Regie des Landes die Neugestaltung der Ortsdurchfahrt.

Mit 74 geförderten Privatprojekten liege Böddiger an der Spitze im Kreis, sagte Neupärtl: „Die Dorferneuerung ist das beste Konjunkturprogramm im Schwalm-Eder Kreis.“ Er dankte Altbürgermeister Klaus Stiegel und Stadtrat Hans Poth für ihr nie nachlassendes „Bohren“, ohne das Böddiger wohl nicht in das Förderprogramm gekommen wäre.

Quelle: HNA

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