Land erhöht Untergrenzen

Förderung der Dorferneuerung: Künftig erst ab 10.000 statt 3000 Euro

Wolfhager Land. Das Hessische Wirtschaftsministerium hat die Untergrenze zur Förderung von Projekten in der Dorferneuerung und im Leader-Programm der EU auf 10.000 Euro erhöht. Zuvor lag die sogenannte Bagatellgrenze bei 3000 Euro. Dies gilt rückwirkend ab 1. Januar 2013.

„Die Bagatellgrenze wurde angehoben, weil bei einem vergleichsweise geringen Investitionsvolumen ein unverhältnismäßig hoher Verwaltungsaufwand nötig ist“, erklärte Wolfgang Harms, stellvertretender Pressesprecher im Wirtschaftsministerium. Bei der bisherigen Grenze von 3000 Euro ging es, bei einem Fördersatz von 30 Prozent, um einen Zuschuss von 900 Euro.

Außerdem sollen nur noch Projekte gefördert werden, die zur Verbesserung der regionalen Lebensqualität beitragen. Voraussetzung ist die Anerkennung als Förderschwerpunkt durch das Ministerium. Die Grundidee des Projekts ist die Erhaltung bau- und kulturgeschichtlicher Vielfalt in dörflichen Lebensräumen.

Angebot gilt nur für Kommunen

Das Förderangebot gilt nicht nur für Kommunen, sondern auch für Privateigentümer von Immobilien. Die Besitzer können bei Erfüllung bestimmter Kriterien die Bauarbeiten bezuschussen lassen. Allerdings sind unter anderem genau diese Fördermaßnahmen von der Neuregelung betroffen. Anstatt 3000 Euro müssen die förderfähigen Mindestkosten eines Projektes nun 10.000 Euro betragen.

Für Projekte der Kommunen habe diese Änderung kaum Konsequenzen, sagt Harald Kühlborn, Pressesprecher des Landkreises Kassel. Kommunale Bauvorhaben würden in der Regel mehr als 10.000 Euro kosten. Für private Projekte sieht Kühlborn hingegen eine negative Entwicklung. „Die Menschen werden ihre Vorhaben zum Teil nicht mehr umsetzen können.“

Dabei würden auch viele kleine Maßnahmen das Ortsbild positiv verändern, sagt Kühlborn.

Von Benjamin Kling und Bea Ricken

Quelle: HNA

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