Arbeiten fast beendet

Dorfkirche in Elbenberg wurde für 180.000 Euro saniert

+
Zufrieden mit der Sanierung: Pfarrer Oliver Jusek (links) in der Elbenberger Martinskirche. Zurzeit erledigen die Handwerker noch letzte Arbeiten. 

Elbenberg. Elektriker ziehen letzte Strippen, die Steinmetze erledigen Restarbeiten, die Sanierung des Schiffs der Elbenberger St. Martinskirche steht kurz vor dem Abschluss.

Der Staub, der auf den Bänken liegt, soll in der kommenden Woche beseitigt werden, sagt Pfarrer Oliver Jusek. Eine Gruppe Ehrenamtlicher aus der evangelischen Kirchengemeinde wird das Innere der Dorfkirche auf Hochglanz bringen, ehe am Sonntag, 26. Juni, das Gotteshaus wieder eingeweiht wird. Gut 180 000 Euro wurden in die erste größere Sanierung seit rund 40 Jahren investiert, spendiert von der Landeskirche, vom Kirchenkreis und auch die Gemeinde hat ihren Beitrag geleistet, erklärt der Pfarrer.

Hauptphase begann im April

Mitte April, sagt Jusek, habe die Hauptphase der Arbeiten begonnen. Die Fenster wurden ausgebaut und zu einer Fachfirma nach Weimar geschafft. In der Mitte des Kirchenschiffs und seitlich vor dem Altar wurde der marode Holzfußboden entfernt, die Flächen wurden ausgekoffert und mit Basaltschotter aufgefüllt. Dazu schaffte man eigens einen kleinen Bagger in die Kirche. „Da ging es hier schon ziemlich zur Sache“, sagt Jusek.

Inzwischen ist der Boden der Dorfkirche durchgängig mit Sandsteinplatten bedeckt. Unter den Bänken wurden elektrische Sitzheizungen installiert, die aus der Sander Kirche stammen. Und auch am Fuß der überarbeiteten und inzwischen wieder eingebauten Fenster wurden Heizgeräte installiert.

Um die Luftfeuchtigkeit in dem alten Gemäuer zu optimieren, wurde eine Lüftung angeschafft. Sie stellt automatisch die Fenster auf Kipp. Gesteuert wird sie durch einen Sensor an der Außenwand und weitere Fühler im Kircheninneren. Das soll dann auch der Orgel zugute kommen, die von Schimmel befallen ist. Die Reinigung der Orgel, sagt Pfarrer Jusek, soll als nächstes gemacht werden - „wenn wir wieder Geld haben“.

Neue Polster für Sitzbänke

Zur Einweihung der Dorfkirche nach der Sanierung werden auch die neuen Polster auf den Sitzbänken liegen. Trotz aller Verbesserungen wird man auch künftig in den Wintermonaten die Gottesdienste im Evangelischen Freizeitheim feiern, erklärt der Pfarrer. Das Durchheizen der Kirche sei auch mit den moderneren Heizgeräten einfach zu teuer. 64 Geräte wurden von den Elektrikern angeschlossen.

Die Installateure hatten in den vergangenen Wochen überhaupt gut zu tun: Rund 300 Meter Kabel haben sie im Gotteshaus neu verlegt. 

Quelle: HNA

Mehr zum Thema

Kommentare