Märchenhaus: Ausbau ist in vollem Gange – viele ehrenamtliche Helfer

Dornröschen hält Einzug

Nach Wanddurchbruch: In der zweiten Etage des Märchenhauses hat sich seit Dezember schon einiges getan. Fertig ist das Dornröschenzimmer (links), vergrößert wurde der Erzählraum. Darauf sind Hans-Willi Grünberg und Wilhelm Eller mächtig stolz. Fotos: Rose

Neukirchen. Nicht immer enden Märchen traurig. Im Falle der Geschichte um das Märchenhaus Neukirchen sieht alles nach einem glücklichen Ende aus. Denn im Haus sowie der zweiten, nachträglich angekauften Haushälfte tut sich was. Nach einem Wanddurchbruch im zweiten Obergeschoss ist ein größerer Raum für Gudrun Grünbergs Märchenerzählungen entstanden.

Gestemmt wird die derzeitige Sanierung überwiegend mithilfe Ehrenamtlicher. Dazu wurde ein Runder Tisch eingerichtet. Koordiniert werden die Arbeiten im Haus von Ortsvorsteher Peter Jöckel und Valentin Hermann. „Wir sind überwältigt von den vielen helfenden Händen“, sagt das Ehepaar Grünberg. Allein der Durchbruch förderte Überraschendes zutage: „Das Haus stammt von 1663, die Balken war komplett faul und mussten raus“, erklärt Hans-Willi Grünberg.

Schreinermeister Wilhelm Eller aus Asterode stiftete gut erhaltene Balken und baute die Stützen fachgerecht ein. „Viele Helfer krempelten die Ärmel hoch, die Dielen wurden wieder hergerichtet, die Wände gestrichen“, erzählt Jöckel. Entstehen soll ein Rundgang. Liebevoll eingerichtet hat Gudrun Grünberg bereits ein Dornröschenzimmer. Im Bau befindet sich das zukünftige Trauzimmer mit Blick auf die Nikolaikirche. Hier sind Handwerker mit Lehmputzarbeiten beschäftigt. „Eine Neueröffnung ist für Mitte September geplant“, sagt Hans-Willi Grünberg.

Geld von Kirchengemeinde

„Bislang ist das mit dem minimalsten Einsatz von Geld gelungen“, sagt Jöckel. Die evangelische Kirchengemeinde habe bereits ihre Unterstützung für den Ausbau der Toiletten im Untergeschoss zugesichert, insgesamt 5000 Euro. Diese soll behindertengerecht installiert werden und könne künftig von Gottesdienstbesuchern genutzt werden.

Über einen Etat für den Umbau der unteren Etage werde die Stadtverordnetenversammlung noch beraten. In Aussicht gestellt würde auch Geld aus Förderprogrammen, erklärt Peter Jöckel. Im Frühjahr wolle man mit dem Umbau beginnen.

„Der Umzug des Stadtmarketingvereines Pro Neukirchen vom Büro in der Kurhessenstraße ins Märchenhaus wäre ab der zweiten Jahreshälfte möglich“, schätzt der Ortsvorsteher. Die Umbauarbeiten würden etwa drei bis vier Monate dauern.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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