Streit und innerparteilicher Probleme

Drastischer Umbruch: Ärger bei den Grünen in Fritzlar

Fritzlar. Drastische Veränderungen bei den Fritzlarer Grünen: Wegen innerparteilicher Probleme und Meinungsverschiedenheiten werden drei der bisherigen sechs Stadtverordneten nicht mehr bei der Kommunalwahl kandidieren.

Sie sind auch aus dem Fritzlarer Stadtverband der Grünen ausgetreten.

Mit Elly Wackerbarth, Thomas Ellenberg und Peter Kuttelwascher verlassen alle wesentlichen Funktionsträger der Fritzlarer Grünen im Stadtparlament Fraktion und Partei.

Kuttelwascher, der seit 27 Jahren Fraktionsvorsitzender in der Stadtverordnetenversammlung und seit 13 Jahren der Vorsitzende des Planungs- und Umweltausschusses ist, begründet den Schritt damit, dass er und die beiden anderen davon ausgehen, „dass die jetzt relevanten Kandidaten der Fritzlarer Liste der Grünen nicht die nötige kommunalpolitisch positive Gestaltungsphantasie haben, die Fritzlar auf dem Erfolgsweg der letzten 15 Jahre verbleiben ließe“.

Die ausscheidenden Fritzlarer Stadtverordneten der Grünen blickten, so heißt es in einer Mitteilung, auf eine sehr fruchtbare Amtszeit von 27 Jahren zurück. Man habe mithelfen können, die Stadt Fritzlar und die betreffenden Ortsteile im Kontext der nordhessischen Entwicklungsmöglichkeiten an der Spitze des Schwalm-Eder-Kreises anzusiedeln.

Die letzten 15 Jahre hätten die Fritzlarer Grünen eine erfolgreiche und harmonisch verlaufende Regierungkoalition mit der Fritzlarer CDU und der FDP gebildet. Mitverantwortlich für die gute Entwicklung sei aber auch die friedliche und konstruktive Zusammenarbeit mit dem Fraktionsvorsitzenden und Oppositionsführer der Fritzlarer SPD, Martin Hannappel, gewesen, der im Dezember 2015 sein Amt niedergelegt habe und ebenfalls nicht mehr kandidiere.

„Der aktuelle Fraktionsvorstand der Grünen möchte mit der Kandidatenliste der Grünen für die nächste Kommunalwahl in Fritzlar in keinerlei politischen Zusammenhang gebracht werden“, betont Kuttelwascher. Mit ihnen habe der Fritzlarer Stadtverband seit Bekanntwerden der neuerlichen Kandidatenliste für die Grünen annähernd die Hälfte seiner Mitglieder verloren.

Quelle: HNA

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