Helmut Hofmann ging fünf Wochen für die Deutsche Krebshilfe auf Deutschlandtour

Mit der Drehorgel durchs Land

Engagierter Drehorgelspieler: Von Oberaula aus ging Helmut Hofmann für die Deutsche Krebshilfe auf Deutschlandtour. Foto: Heist

Oberaula. Das Persönliche mit dem Nützlichen verbinden wollte Helmut Hofmann aus Oberaula und setzte es entschlossen in die Tat um. Mit seiner 30 Jahre alten Drehorgel ging der 61-jährige Koch im Ruhestand auf Benefiztour zugunsten krebskranker Kinder. Fünf Wochen lang zog Hofmann mit seiner Drehorgel in einem Elektroauto durch Deutschland und spielte und sang für die Deutsche Krebshilfe. Kein Bundesland ließ er aus. 3004 Kilometer legte der Oberaulaer in den vergangenen zwei Monaten zurück.

Vor zwei Wochen kehrte Hofmann nach Oberaula zurück. Von seinem Heimatort aus war er zunächst ins Sauerland aufgebrochen. Die Tour führte den Drehorgelspieler auch nach Berlin. Letzte Station seiner Reise war Bad Neuenahr-Ahrweiler.

5300 Euro gesammelt

Groß ist die Freude des Drehorgelspielers über die erzielte Spendensumme von rund 5300 Euro. „Den Spaß, den ich am Drehorgelspiel habe, konnte ich auf andere übertragen“, sagt er.

Vor knapp drei Jahren habe er sich einen Traum erfüllt und für 2600 Euro in Dinkelsbühl eine Drehorgel mit 35 Notenbändern und etwa 600 Melodien erstanden. Die Tour führte Hofmann nach Dinkelsbühl zurück. Eine Frau habe ihn dort in der Stadt gesehen und ihn um ein Geburtstagsständchen für ihren Mann gebeten, erinnert sich der Ober-aulaer, dessen Markenzeichen Hessenkittel und Schwälmer Hut sind. Begleitet wurde er auf seiner Deutschlandtour von einem Plüschaffen und einem Schaukelpferd. Letzteres spannte er als Attraktion für Kinder vor seine Drehorgel.

Die Tour hatte Hofmann im Vorfeld mit großem Engagement und privater Reisekasse geplant. Vor etwa einem Jahr habe er sich mit der Krebshilfe in Bonn in Verbindung gesetzt. Um mit dem Zeichen der Deutschen Krebshilfe für Spendenaktionen werben zu dürfen, seien einige Auflagen zu erfüllen. So dürften Alkoholhersteller, Fastfood-Ketten, Apotheken und Ärzte nicht als Sponsoren fungieren. Auch sei eine Genehmigung beim jeweiligen Ordnungsamt einzuholen gewesen.

Einen großen Teil der Übernachtungen verbrachte Hofmann kostenfrei in Hotels der Flair-Kette. Zustande gekommen war der Kontakt über das Hotel Zum Stern in Oberaula. Freunde und Bekannte unterstützten die Aktion des Drehorgelspielers und ließen ihn bei sich unterschlüpfen. Bei der Planung der Route spielte auch das notwendige Aufladen des Elektroautos eine Rolle. Zur Verfügung gestellt wurde ihm das Fahrzeug vom Autohaus Schminner aus Immichenhain.

Während der Abschlussveranstaltung der Rotkäppchenwoche am Sonntag in Immichenhain wird Hofmann in Aktion zu erleben sein und den Erlös seiner Tour an die Deutsche Krebshilfe übergeben.

Von Kerstin Heist

Quelle: HNA

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