Drei Ehec-Verdachtsfälle im Schwalm-Eder-Kreis

Schwalm-Eder. Alles deutet darauf hin, dass der gefährliche Ehec-Erreger den Schwalm-Eder-Kreis erreicht hat. Zurzeit gibt es drei dringende Verdachtsfälle, bestätigte Dr. Peter Urban, Leiter der Gesundheitsamtes, auf HNA-Anfrage.

Von den drei Betroffenen aus dem südlichen Schwalm-Eder-Kreis werde einer in einem Krankenhaus behandelt. Bei ihm sei der blutige Durchfall besonders stark und somit der Flüssigkeitsverlust hoch. Die anderen beiden sind zuhause.

Dr. Peter Urban

Laut Urban handelt es sich bei den Infizierten um zwei Männer und eine Frau mittleren Alters. Alle drei seien auf einer Party im südniedersächsischen Uschlag zu Gast gewesen. Etliche Besucher dieser Feier hatten sich dort offenbar mit Ehec infiziert. Deswegen ist Urban auch ziemlich sicher, dass sich die drei Kranken mit dem gefährlichen Erreger infiziert haben. Mit Stuhlproben, die im Labor in Dillenburg untersucht werden, soll der endgültige Beweis erbracht werden.

Bisher habe keiner der drei Erkrankten das besonders gefährliche hämolytisch-urämische Syndrom (HUS) entwickelt. Es sei allerdings nicht auszuschließen, dass es noch dazu komme.

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Mitarbeiter des Gesundheitsamtes haben die betroffenen Familien besucht und ihnen Tipps zum Umgang mit der Krankheit gegeben. In einem Fall sei es möglich, getrennte Toiletten zu benutzen, erläuterte Urban.

Der Leiter des Kreisgesundheitsamtes geht davon aus, dass die Quelle für die Erreger nicht mehr zweifelsfrei zu finden ist. Wahrscheinlich seien befallene Nahrungsmittel längst weggeworfen worden. Dann werde mit Indizien gearbeitet. Das sei allerdings, etwa auch bei Salmonellen, gar nicht ungewöhnlich, erklärte Dr. Urban.

Quelle: HNA

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