Drei Paare und vier Junge

In Wabern begannen Jungstörche Reise in den Süden

Nicht im Süden gewesen: Waberner Storchenpaar Friedrich und Feline flogen 2012 nicht in den Süden.

Wabern. Die Storchensaison geht zu Ende. Ulrike Mose, die sich um die Waberner Störche kümmert, Daten erhebt und Mitglied im Naturschutzbund ist, zieht Bilanz. Die meisten Jungstörche seien in den letzten Tagen des August in den Süden aufgebrochen. Vier Altstörche sind noch in Wabern.

Sie haben sich in den vergangenen, noch recht warmen Tagen von der Aufzucht erholt. Zwei der sechs Alttiere haben nun mit dem Zug in ihr Winterquartier begonnen.

Die Saison sei recht schwierig für die Vögel gewesen. Das schlechte Wetter im Frühjahr und der heiße Sommer habe den Störchen schwer zu schaffen gemacht, sagte Ulrike Mose. Die drei Brutpaare zogen vier Jungstörche auf. Bei denen, die nicht überlebten, sei die Todesursache nur mit großen Schwierigkeiten zu ermitteln. Ein Teil von ihnen sei an Infektionen oder Unterkühlung verendet.

Schwache Küken würden aus den Nestern geworfen. Diese zu finden und zu retten sei so gut wie unmöglich, denn Füchse, Marder oder Waschbären seien sofort zur Stelle, sagte Ulrike Mose

In Wabern brüteten drei Brutpaare: Jule und Georg, Pauline und Paul sowie Feline und Friedrich. Die Horste der Störche befinden sich in den Ederauen, auf dem Schornstein der Schreinerei Mose, auf dem Spänebunker der Firma Blecher und auf einem Privatgrundstück sowie auf der katholischen Kirche in Unshausen. Drei Horste waren besetzt.

Das überwinternde Brutpaar Jule und George hatte sich den Horst in den Ederauen ausgesucht. Sie waren die ersten in diesem Jahr und begannen Ende März mit dem Brüten. Ende April schlüpften die ersten Storchenküken. In den vergangenen drei Jahren schafften es die beiden, drei Junge großzuziehen, dieses Jahr waren es zwei Junge. Sie wurden Anfang August flügge und zogen in den Süden.

Paul und Pauline ließen sich auf dem Spänebunker mit dem ersten Ei ein wenig mehr Zeit. Am 15. Mai schlüpften die Küken. Wahrscheinlich fiel mindestens ein Junges der extremen Nässe und Kälte zum Opfer. Ein Jungstorch wurde schließlich flügge, dem Familie Mose den Namen Krümel-Drei gab.

Auf dem Riedinger Horst war Anfang April ein Storchenpärchen eingetroffen. Es war die Storchendame Feline mit einem neuen Friedrich. Das Junge bekam den Namen Heinrich und hat als letzter Jungstorch den langen und nicht ungefährlichen Weg in den Süden angetreten.

Von Benjamin Imgrund-Siebert

Internet: www.stoerche-wabern.de

Quelle: HNA

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