Drei Rathauschefs rücken bei Feuer mit aus

Kreisteil Melsungen. Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke will Bürgermeister im Landkreis nach ihrer persönlichen feuerwehrtechnischen Ausbildung befragen.

Sie könnten mit gutem Beispiel vorangehen - denkt sich mutmaßlich Lübcke, der in einer Feuerwehrrunde dieser Tage am Rande ankündigte, eine Umfrage unter den Bürgermeistern starten zu wollen: Die sollen mal sagen, ob sie den Grundlehrgang für die Feuerwehr in der Tasche haben.

Die HNA fragte bei den Bürgermeistern gleich mal nach und wollte wissen, wie überhaupt ein Engagement im Brandschutz bei Verwaltungsmitarbeitern gesehen wird. Dabei hieß es in allen Rathäusern der Kreisteilkommunen, ein Engagement bei der Feuerwehr sei überhaupt gern gesehen und könne auch bei Neueinstellungen für Bewerber ein Pluspunkt sein, wenn denn die Qualifikation gleichauf mit der ihrer Mitbewerber sei. Grundsätzlich seien bereits viele Rathausmitarbeiter aktiv dabei und sicherten so tagsüber die Alarmbereitschaft.

Außerdem war in den Rathäusern zu erfahren:

• Körle: Bürgermeister Mario Gerhold rückt bei Bedarf selbst mit aus. Dafür hat der Rathauschef neben dem Grundlehrgang auch eine Ausbildung als Maschinist und Atemschutzgeräteträger. Seit 1982 ist Mario Gerhold Mitglied der Feuerwehr. An den Dienstabenden und Übungen kann er aufgrund der Termindichte seines Amtes aber nicht immer teilnehmen.

• Melsungen: „Ich bin zurzeit nicht einsatzfähig“, sagt Bürgermeister Dieter Runzheimer, der passives Mitglied in den Feuerwehren Melsungen und Schwarzenberg ist und den Job der Aktiven als körperlich sehr anspruchsvoll einstuft. Das Problem für den Verwaltungschef in der einwohnerstärksten Stadt des Kreisteils: Mit einem Grundlehrgang allein wäre es für ihn nicht getan, um einsatzfähig zu sein. Denn die vielen Termine des Rathauschefs machen es unmöglich, in Brandschutzfragen auf dem Laufenden zu bleiben und regelmäßig an Übungen teilzunehmen. (lgr)

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Quelle: HNA

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