Pomologentage: Drei Tage dreht sich in Naumburg alles um den Apfel

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Lecker und gesund: Der Apfel steht bei den 18. Hessischen Pomologentagen im Mittelpunkt. Und Naumburg wird für drei Tage wieder zur Apfelhauptstadt des Landes.

Naumburg. Großer Markt, volles Programm: Bei den Hessischen Pomologentagen in Naumburg lockt ein vielfältiges Angebot rund um den Apfel.

Drei Tage im Zeichen des Apfels: Von Freitag, 30. Oktober, bis Sonntag, 1. November, finden in Naumburg die 18. Hessischen Pomologentage statt, und die Voraussetzungen für eine ebenso bunte wie informative Veranstaltung sind blendend. Der Grund: 2015 ist ein Apfeljahr wie aus dem Bilderbuch, kaum ein Baum, der nicht üppig Früchte trug.

Und so wird den Besuchern eine Sortenvielfalt geboten, die ihresgleichen sucht. Während des großen Apfelmarktes am Samstag und am Sonntag - jeweils von 10 bis 17 Uhr im Haus des Gastes (HdG) und auch rund um das Gebäude - wird es eine Ausstellung geben, in der eine Vielzahl von Apfel- und Birnensorten anschaulich präsentiert wird. Angegliedert ist auch eine Kartoffelausstellung, die deutlich macht, dass es beim Erdapfel mehr als nur die Supermarktvarianten gibt.

Der Markt hat an beiden Tagen aber weitaus mehr zu bieten. So können Besucher wieder mitgebrachte Früchte von den Obstexperten bestimmen lassen. Ein Angebot, dass alljährlich ein echter Besuchermagnet ist, denn wo kann man sonst dem Namen des unbekannten Apfels oder der Birne aus dem eigenen Garten auf die Spur kommen?

Regionale Produkte und Kunsthandwerk bietet der Markt ebenso wie zahlreiche Informationsmöglichkeiten beispielsweise über Streuobstwiesen, Naturschutz, den Naturpark Habichtswald. Kinderaktivitäten und kulinarische Köstlichkeiten runden das Angebot ab.

Und am Sonntag, 1. November, steht zudem um 14 Uhr im Obergeschoss des HdG ein Vortrag über Bienen und die Imkerei auf dem Programm. Der langjährige Vorsitzende des Imkervereins Wolfhagen, Richard Trutti, wird über die fleißigen Insekten anschaulich berichten, ohne die es an den Obstbäumen wenig zu ernten gäbe.

Wer Rat sucht, weil er an seinen Bäumen Krankheiten festgestellt hat, ist beim Pflanzendoktor richtig. Am Sonntag steht er den Besuchern auf der Bühne des HdG zur Verfügung und diagnostiziert Pflanzenschäden.

Und wer selbst die Kunst des Obstsortenbestimmens erlernen möchte, hat dazu die Möglichkeit während zweier Obstsortenbestimmungsseminare, die am Freitag von 18 bis 21 Uhr und am Samstag von 8 bis 12 Uhr und von 14 bis 17 Uhr stattfinden. Ein Seminar richtet sich an Anfänger mit Vorkenntnissen, das zweite an Fortgeschrittene. Für diese Seminare (Teilnahmegebühr 40 Euro) muss man sich bei Claudia Thöne vom federführenden Naturschutzinformationszentrum Naumburg anmelden (05625/7909-73, claudia.thoene@naumburg.eu).

Am Samstag verleiht der Pomologen-Verein den Oberdieck-Preis an eine Person, die sich um den Erhalt alter Obstsorten verdient gemacht hat, um 18 Uhr folgt die Präsentation der Lokalsorte 2016.

Feinschmecker müssen sich in diesem Jahr auf eine Veränderung einstellen: Das edle, mehrgängige Degustationsmenü in der Alten Stadthalle am Samstagabend entfällt und wird durch eine kulinarische Wanderung ersetzt.

Quelle: HNA

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