Die Ottrauer Feuerwehren trainierten für den Ernstfall

Kleinropperhausen. Ein Wohnhausbrand, ein verunglückter Autofahrer am Ortsrand und ein verletzter Waldarbeiter – das war das Szenario, das sich am Sonntagmorgen den Einsatzkräften der Ottrauer Feuerwehren bei einer Übung anlässlich des Gemeindefeuerwehrtages in Kleinropperhausen offenbarte.

Die Einsatzlage: Ein Waldarbeiter (gespielt von Vanessa Kropf vom Ottrauer DRK) hatte sich mit der Motorsäge eine Beinverletzung zugezogen. Aufgrund des schlechten Handyempfangs im Wald war ihr Kollege mit dem Auto in Richtung Lenzenmühle geeilt, um Hilfe zu holen. Beim Anblick eines Hausbrandes war er jedoch vor Schreck mit dem Wagen gegen einen Baum gefahren, im Auto eingekeilt und selbst schwer verletzt worden. Als Verkehrsopfer diente ein Dummy.

Um 10.05 Uhr ertönte der Alarm. Kaum zehn Minuten später traf bereits die erste Feuerwehr aus Immichenhain an der Lenzenmühle ein. Es folgten die Feuerwehren aus Schorbach, Ottrau, Weißenborn und Görzhain. 50 Einsatzkräfte waren mit drei Mannschaftstransportwagen und fünf Löschfahrzeugen herbeigeeilt und sondierten die Lage.

Einsatzgruppe machte mit

In die Übung mit einbezogen wurde die Schnell-Einsatz-Gruppe (SEG) des Ottrauer Roten Kreuzes, die mit zwei Rettungswagen und sieben Leuten die Versorgung der beiden vermeintlich Verletzten sicherstellte.

Gemeindefeuerwehrtag in Kleinropperhausen

Ausgehend von einem Hausbrand, stellte sich das volle Ausmaß der Katastrophe für Einsatzkräfte und Rettungsleute erst vor Ort dar. Neben der Rettung der beiden Verletzten und dem Löschen des Hausbrandes musste auch ein Ausbreiten des Feuers auf den angrenzenden Wald verhindert werden. Mit Hilfe zweier Pumpen kilometerlangen Schläuchen nutzten die Einsatzkräfte das Wasser der Grenff zum Löschen. Zur Zufriedenheit von Einsatzleiter Karl-Heinz Maus hatten sie die Lage innerhalb von 40 Minuten unter Kontrolle.

Von Kerstin Heist

Quelle: HNA

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