Bei einer Bürgerversammlung wurden Sanierungsmöglichkeiten vorgestellt - 1,5 Millionen Euro-Lösung scheint Favorit

Drei Varianten für die Bad-Erneuerung

Bürgerversammlung zum Bewegungsbad Neukirchen: Die Referenten rund um die Badsanierung, von links Matthias Klippert, Horst Möller, Michael Brandt, Stadtverordnetenvorsteher Willi Berg und Bürgermeister Klemens Olbrich. Foto:  Thiery

Neukirchen. Ein fast nagelneues Hallenbad: Dieses Stück Lebensqualität könnte in Neukirchen bald Wirklichkeit werden. Trotz des Haushaltsdefizits und der Kosten von 1,5 Millionen Euro tendierten die Besucher der Bürgerversammlung für eine komplette Sanierung des 27 Jahre alten Bewegungsbades. 130 Menschen informierten sich am Donnerstag im Rathaus über die Möglichkeiten. Das Parlament will noch diesen Monat das weitere Vorgehen bestimmen. Drei Varianten stehen zur Auswahl. • Mit der kostengünstigsten würden nur die gravierenden technischen Mängel beseitigt: Sie kostet bis zu 200 000 Euro. • Variante zwei: Streckung der Sanierung über zehn Jahre, Kosten etwa eine Millionen Euro. • Die Erneuerung in einem Rutsch kostet rund 1,5 Millionen Euro. Nur für diese Variante gibt es einen Zuschuss des Landes in Höhe von gut 400 000 Euro.

Fest steht, dass der Bau aus den 80er-Jahren saniert werden muss. „Die technischen Mängel sind teilweise gravierend“, erläuterte Michael Brandt, Ingenieur für Energie- und Wärmetechnik.

Infrastruktur erhalten

Das unterstützten auch die Zuhörer. Die Stimmung im Saal war überwiegend pro komplette Sanierung. „Hessen ist bereit uns zu helfen und wir wollen doch die Infrastruktur erhalten“, sagte Manfred Menzel. Die Förderung unterstütze die energetische Sanierungen in Hallenbädern, betonte Veronika Backes, Fraktionschefin der CDU: Wenn man das Bad wie in der zweiten Variante geplant über die zehn Jahre saniere, müsse man immer noch eine Million zahlen und bekomme keinen Zuschuss. Vorschläge kamen aus den Besucherreihen, weitere Zuschüsse etwa für ältere Generationen könnten beantragt werden, Photovoltaik aufs Dach und die zusätzliche Nutzung in kalten Sommern könnte Geld in die Kassen bringen und die Gemeindekasse schonen. Es gab aber auch einige kritische Stimmen, die bezweifelten, dass sich die Gemeinde die Sanierung leisten kann.

Bürgermeister Klemens Olbrich sagte, dass die Gemeinde trotz des Haushaltslochs in Höhe von 777 000 Euro gar nicht so schlecht da stehe. Zudem gebe es den Zuschuss nur, wenn das Bad komplett saniert werde. Die Frist laufe 2013 aus. „Leicht machen wir uns diese Entscheidung wirklich nicht“, sagte Stadtverordnetenvorsteher Willi Berg. Aber man möchte die Infrastruktur erhalten und das Bad auch attraktiver machen. WEITERER ARTIKEL

Von Christine Thiery

Quelle: HNA

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