Schwälmer Dörfer beim Wettbewerb Unser Dorf hat Zukunft

Drei zeigten sich

Idyllisch: Die Gruppe aus Allendörfern und Kommissionsmitgliedern genoss den Aufenthalt bei der Fischtreppe nahe der Mühle bei Allendorf. Foto: Ritter

Allendorf/L. /Frankenhain/Willingshausen. Bei ihrer Tour durch 14 Dörfer des Schwalm-Eder-Kreises machte die fünfköpfige Bewertungskommission des Wettbewerbs ,,Unser Dorf hat Zukunft“ nun Halt in der Schwalm. Bereits am Dienstag hatten sich die Frielendörfer Ortsteile Welcherod und Verna von ihrer besten Seite gezeigt (wir berichteten). Jetzt präsentierten sich auch die zwei Schwalmstädter Ortsteile Allendorf und Frankenhain, sowie Willingshausen in einem zweistündigen Dorfrundgang.

Zunächst zeigte Allendorf seine verschiedenen Facetten. Beginnend mit einem Diavortrag im Feuerwehrhaus folgte eine Planwagenfahrt durch die Gemarkung an der dorfeigenen Quelle vorbei. Weitere Stationen waren die Brüder-Grimm-Schule, der Friedhof und die malerische Kirche. Im Anschluss folgte ein Besuch des schönen Aussiedlerhofes Richtung Schlierbach, der von Familie Roßbach in liebevoller Detailarbeit restauriert wird. Des Weiteren wurde die Auelandschaft der Schwalm und die neu entstandene Fischtreppe gezeigt. Mit T-Shirts mit dem Aufdruck ,,Allendorf - mein Dorf, meine Heimat, mein Stolz“ drückten die Allendörfer die Verbundenheit zu ihrem Dorf aus.

Auch die Frankenhainer hatten sich einiges einfallen lassen, um die Kommission von ihrem Straßendorf zu überzeugen. Unter dem Motto ,,Gelebte Geschichte“ startete der Fußmarsch durch das Dorf am Hugenottenplatz. Mitglieder des Hugenotten- und Geschichtsvereins informierten in traditoneller Tracht über die Entstehung ihres Dorfes. Das Wirken des Vereins wird auch bald an den 16 ersten Häusern des Dorfes in Form von Infotafeln sichtbar werden. Weiterhin wurden der Sportverein, das Seniorenerzählcafé Ü70, die Feuerwehr und die Kirche thematisiert. Besonders waren außerdem die Minigolfanlage, sowie der Hugenotten- und Waldenserwanderweg. Dabei bewiesen die Einwohner des kleinen Dorfes schon allein durch die große Präsenz ihr Engagement für die Zukunft des Ortes. Jeder dritte Frankenhainer war aktiv am zweistündigen Programm beteiligt.

Später begann der Rundgang im Malerdorf Willingshausen am Gerhardt-von-Reutern-Haus. Bei der Tour durch das Dorf lag der Fokus auf dem Zusammenhalt der Einwohner und deren Offenheit im Umgang mit der Kunst. Gezeigt wurden unter anderem das Schloss der Familie von Schwertzell mit dem dazugehörigen Schlossgarten und die Kirche, wo regelmäßig Kinovorführungen stattfinden, sowie der Lebensmittelmarkt Gimpel. Willingshausen hat auch kulturell viel zu bieten: Das Malerstübchen in Anlehnung an die Bekanntheit des Dorfes als älteste Malerkolonie Deutschlands und die im Dorf verteilten künstlerischen Werke machen das besondere Flair des Dorfes aus, das immer wieder Künstler aus ganz Deutschland in seinen Bann zieht und gezogen hat.

Für ihre Teilnahme bekamen die Orte 300 Euro. Der Gewinner des Wettbewerbs auf regionaler Ebene, der ein Preisgeld von 3000 Euro erhält, wird in der nächsten Woche bekannt gegeben.

Von Barbara Ritter

Quelle: HNA

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