Aus im Kreistag

Schulen in Oberelsungen, Ippinghausen und Oedelsheim werden dichtgemacht

Wolfhager Land. Wegen eines drastischen Rückgangs der Schülerzahlen werden in den kommenden Jahren drei Grundschulen im Landkreis geschlossen. Das geht aus dem Schulentwicklungsplan hervor, den der Kreistag am Donnerstag in Niestetal mit den Stimmen von SPD und Teilen der Grünen beschlossen hat.

Der Plan sieht vor, dass die Grundschulen in Zierenberg-Oberelsungen (zum Schuljahresbeginn 2013/14), in Wolfhagen-Ippinghausen (Schuljahr 2014/15) und in Oberweser-Oedelsheim (Schuljahr 2015/16) aufgegeben werden. Das Kultusministerium muss dem Plan, der den Zeitraum von 2012 bis 2017 umfasst, noch zustimmen. Laut Landrat Uwe Schmidt (SPD) wurde er allerdings vorab mit Wiesbaden abgestimmt. Der Landkreis wird nach der Schließung der Zwergschulen noch 47 Grundschulen haben. Bei vier von ihnen läuten ebenfalls die Alarmglocken: Wegen geringer Einschulungszahlen könnte den Grundschulen in Fuldatal-Rothwesten, Helsa-Eschenstruth, Habichtswald-Dörnberg und Hofgeismar-Hümme nach 2017 die Schließung drohen. Insgesamt wird die Zahl der Schüler an allgemeinbildenden Schulen im Kreis Kassel dem Entwicklungsplan zufolge bis 2017 um 1800 auf 10 000 zurückgehen. Die Zahl der Einschulungen wird im gleichen Zeitraum von 1840 auf 1500 sinken.

Die Opposition warf dem Landrat vor, die von der Schließung Betroffenen nicht ausreichend informiert zu haben. Das wies Schmidt zurück. Man habe in allen drei Fällen mit Schulleitungen, Eltern und Vertretern der Kommunen gesprochen. Mit der Forderung, den Schulentwicklungsplan wegen angeblicher Ungenauigkeiten bei den Schülerzahlen zu überarbeiten, konnte sich die CDU nicht durchsetzen. Auch ihre Forderung nach einem gemeinsamen Plan für Stadt und Landkreis Kassel fand keine Mehrheit.

Von Peter Ketteritzsch

Quelle: HNA

Kommentare