Körles Bürgermeister Gerhold will im September wieder gewählt werden

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Vater, Mutter und zwei Töchter: Mario Gerhold und seine Frau Carmen zusaammen mit Lina (7) und Celine (13).

Körle. Als Mario Gerhold im August 1999 zum ersten Mal zum Bürgermeister in Körle gewählt wurde, hatte er noch einen Mitbewerber. Sechs Jahre danach nicht mehr. Fast 91 Prozent der Wahlberechtigten gaben im ihre Stimme. Und nun, wie wird das Wahlergebnis am Sonntag, 4. September, für den einzigen Kandidaten aussehen?

Für den 41-Jährigen ist jedenfalls klar: Er möchte für weitere sechs Jahre Bürgermeister seiner Heimatgemeinde bleiben.

Dabei sieht sich der SPD-Mann weniger als Meister der Bürger, sondern mehr als deren Partner. So ist sein Umgang mit anderen alles andere als autoritär, auch wenn er in dieser Position Autorität besitzt – meist charmant und mit einem Lächeln im Gesicht verpackt.

Dass in den zwölf Jahren seiner Amtszeit die Arbeit mehr und anspruchsvoller geworden ist, nimmt er locker. Dass die gemeinsame Zeit mit Ehefrau Carmen und den Töchtern Celine (13) und Lina (7) darunter leidet, stört ihn schon mehr. Und Auszeiten für ihn selbst sind selten möglich.

Den kurzen Weg zur Mittagspause mit der Familie sieht er als Pluspunkt einer so kleinen Gemeinde. Wenn er Zeit hat, fährt er Rad, mal allein, mal mit Familie und gelegentlich auch mit Übernachtung. Mit Tochter Lina teilt er die Leidenschaft am Angeln. Auf dem Edersee zu segeln, ist dagegen Männersache. „Ich habe aber kein eigenes Boot“, betont Gerhold.

Der Kinder wegen fahren Gerholds im Urlaub an die Ostsee, aber eigentlich zieht es den Körler Jungen eher in die Berge. Sein Lieblingsziel: Tirol. Gerhold: „Ich bin gerne in den Alpen.“

Er sieht sich nicht nur als naturverbundenen Menschen, sondern auch als einen, der gerne Kontakt zu anderen hat. Das zeigen auch seine vielen Vereinsmitgliedschaften, unter anderem als Aktiver in der Feuerwehr, das zeigt aber auch seine stete Bereitschaft, Kontakt zur Bevölkerung zu halten und sich Gutes wie Schlechtes anzuhören.

So bunt die wie Mischung der Körler Einwohner ist auch die der Mitarbeiter in der Verwaltung. „Ich sage immer, es ist ein Gemischtwarenladen“, schmunzelt Gerhold über die acht Mitarbeiter. Das ist nicht böse gemeint, sondern zeigt, dass in einer so kleinen Verwaltung jeder viele und ganz unterschiedliche Aufgaben zu bewältigen hat.

Und das geht am angenehmsten auf kollegiale Art. „Die hat sich bewährt“, sagt Gerhold, der 1986 unter Bürgermeister Fritz Ochs im Körler Rathaus seine Ausbildungszeit zum Verwaltungsfachangestellten begann und seinem Arbeitsplatz all die Jahre treu geblieben ist – wenn auch seit zwölf Jahren als Chef. weitere Artikel

Quelle: HNA

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