DRK, Diakonie und Kirche wollen Raum der Begegnung mit und für Flüchtlinge

Ziehen an einem Strang: (von links) Steffi Böhm vom „Mach mit“-Projekt der Diakonie, Dieter Schrader vom Diakonieausschuss und Anne Fuchs-Hanske vom DRK Wolfhagen suchen Unterstützer, um ihre Idee vom Raum der Begegnung umzusetzen. Foto:  Renner

Wolfhagen. Die Flüchtlinge aus der Pommernanlage sind oft in der Kernstadt unterwegs. Doch ein Ankerplatz fehlt ihnen, sagt Dieter Schrader vom Diakonieausschuss des Diakonischen Werks Hofgeismar-Wolfhagen. Zusammen mit dem „Mach mit"-Projekt der Diakonie, der evangelischen Kirchengemeinde und dem DRK Wolfhagen will er einen Raum für Begegnungen in der Innenstadt schaffen.

Mit den Aufnahmeeinrichtungen für die Flüchtlinge sei der erste Schritt gemacht, sagt Schrader. „Jetzt könnte die Bevölkerung zeigen, dass sie dahinter steht und den Dialog fördern will.“ Dazu soll der Begegnungsraum beitragen, der Treffpunkt, Anlaufstelle und Lernort für alle sein soll. Deutschkurse könnten dort stattfinden, ebenso Unterstützung beim Ausfüllen von Anträgen, Musik und Lesungen, Gesprächskreise oder Kaffeerunden. Ehrenamtlich einbringen könnte sich dabei jeder, der Interesse hat.

Sponsoren gesucht

Die passenden Räumlichkeiten werden jetzt gesucht. „Sie sollten gut erreichbar sein, mindestens 50 Quadratmeter groß und ausgestattet mit Sanitäranlagen“, sagt Anne Fuchs-Hanske vom DRK. Auch ein behindertengerechter Umbau sollte möglich sein. Nach einer solchen Begegnungsstätte suche man bereits seit Monaten, bislang wurde aber nichts passendes gefunden. Nun hoffen die Organisatoren auf die Unterstützung aus der Bevölkerung.

Die ist auch nötig bei der Finanzierung des Projekts. Stadt und Kreis könnten sich eine Finanzspritze nicht leisten, sagt Schrader, „deshalb appellieren wir an die Wolfhager“. Die Miet- und Unterhaltskosten für die Räume könnten beispielsweise durch monatliche Beträge unterstützt werden. Auch hoffen sie auf einen Vermieter, der lediglich eine geringe Miete für das soziale Projekt verlangt. Gefragt sind aber nicht nur Sponsoren, sondern auch ideelle Unterstützer.

Dass sich damit nicht nur eine Grundlage für die Integration von Flüchtlingen schaffen lässt, davon sind die Initiatoren überzeugt. „Auch die Innenstadt könnte belebt werden.“ Das steigere auch die Attraktivität und könne neue Impulse für das Leben in Wolfhagen geben. Angelegt wäre das Begegnungsprojekt zunächst auf drei Jahre.

Info: Wer die Initiative unterstützen möchte - ob finanziell oder ideell - oder wer Räumlichkeiten anbieten möchte, meldet sich bei Dieter Schrader unter Tel. 0176/55179490 oder per Mail an dschrader@t-online.de

Von Julia Renner

Quelle: HNA

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