Besitz von Amphetaminen: Freiheitsstrafe auf Bewährung für einen 42-Jährigen

Drogen gegen Depression

Treysa. Wegen unerlaubten Besitzes von Betäubungsmitteln musste sich ein 42-Jähriger aus dem Vogelsbergkreis vor dem Strafrichter am Amtsgericht Treysa verantworten. Das Gericht verurteilte den vorbestraften 42-Jährigen zu einer zweimonatigen Freiheitsstrafe auf Bewährung und 40 Stunden gemeinnütziger Arbeit.

Im Februar dieses Jahres waren beim Angeklagten drei Plomben mit je zwei Gramm Amphetaminen gefunden worden. Fündig wurde die Polizei, als sie die Wohnung eines Bekannten des 42-Jährigen im Altkreis Ziegenhain durchsuchte, weil dieser im Verdacht stand, eine Scheinehe mit einer Frau aus Osteuropa eingegangen zu sein. Der Angeklagte hielt sich zu diesem Zeitpunkt bei seinem Bekannten auf. Die Amphetamine seien für den Eigenbedarf gewesen, sagte der Angeklagte. Woher er sie hatte, wisse er nicht mehr. Als Grund nannte er persönliche Lebensumstände und eine Depression. Zukünftig werde er rechtzeitig seinen Arzt aufsuchen, beteuerte er.

Der Anwalt des Angeklagten legte dem Gericht ein ärztliches Attest über den psychischen Zustand seines Mandanten sowie die Auswertung eines freiwilligen Drogentestes vor.

Test fiel positiv aus

Ein als Zeuge geladener Polizeibeamter sagte aus, der Angeklagte sei im Zusammenhang mit der Durchsuchung bei seinem Bekannten positiv auf Amphetamine getestet worden.

Der Gehalt der beim 42-Jährigen sichergestellten Betäubungsmittel sei nicht ermittelt worden. 

Von Kerstin Heist

Quelle: HNA

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