Drogendeal mit Falschgeld: Freiheitsstrafen für zwei Männer

Schwalmstadt. Freiheitsstrafen ohne Bewährung verhängte das Amtsgericht Treysa am Dienstag gegen zwei Männer aus dem Altkreis. Es ging um Falschgeld und ein versuchtes Drogengeschäft.

Ein 30-Jähriger und ein 35-Jähriger müssen nun für weitere 13 beziehungsweise 14 Monate im Gefängnis bleiben.

Denn dort, so wurde im Prozessverlauf klar, befinden sich beide Männer bereits. Der 35-jährige Angeklagte sitzt derzeit unter anderem wegen schweren Diebstahls und Fahrens ohne Fahrerlaubnis in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Hünfeld.

Nun musste er sich dafür verantworten, im Januar vergangenen Jahres 1000 Euro Falschgeld in Form von fünf 200-Euro-Scheinen in Umlauf gebracht zu haben. Mit den Banknoten wollte er - angeblich für einen Dritten - Rauschgift besorgen. „Ein Kumpel aus Homberg hat mir die 1000 Euro gegeben. Damit sollte ich für ihn Mariuhana kaufen“, erklärte der 35-Jährige, der einen russischen Migrationshintergrund hat. So wandte sich der Mann an den 30-jährigen Mitangeklagten aus einem Nachbarort. Von ihm wollte er die Drogen „erwerben“.

„Er wollte das Rauschgift, ich aber nur das Geld. Ich wollte ihm nie die Drogen verkaufen“, gab der 30-Jährige vor Gericht an. Er sitzt wegen Bedrohung, Körperverletzung und Hehlerei in der JVA Gießen ein. Mit dem gefälschten Geld wollte der Mann, der aus Bosnien-Herzegowina stammt, Schulden bei seiner Freundin begleichen.

Der 23-Jährigen und ihrer Mutter fiel nach der Annahme der Scheine jedoch auf, dass es sich nicht um echtes Geld handeln konnte: „Es hat sich so glatt angefühlt und sah so neu aus“, sagte die 23-Jährige, die sich inzwischen von dem 30-Jährigen getrennt hat.

Die beiden Frauen, die ebenfalls im Altkreis leben, ließen die verdächtigen Noten von Mitarbeitern einer Bank prüfen. Daraufhin wurde die Polizei eingeschaltet.

Ein Polizeibeamter vom Fachkommissariat für Geldfälschung erklärte in seiner Aussage vor dem Amtsgericht, dass das Geld vermutlich aus einer professionellen Fälscherfabrik in Bulgarien stammt.

Wegen seiner erheblichen Vorstrafen wurde der 35-jährigen zu einer Freiheitsstrafe von 14 Monaten verurteilt. Der 30-Jährige Mann mit bosnisch-herzegowinischen Wurzeln bekam, ebenfalls aufgrund seiner erheblichen Vorstrafen, die Freiheitsstrafe von 13 Monaten.

Quelle: HNA

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