Unternehmen arbeitet auf Hochtouren

Insolvenz von Big Drum: Drei Monate bleiben für Entscheidung

Gudensberg. Die Mitarbeiter des insolventen Gudensberger Unternehmens Big Drum legen am Wochenende Sonderschichten ein, um Produktionsausfälle aufzuholen. Das teilt der vorläufige Insolvenzverwalter Carsten Koch von der Kasseler Kanzlei Westhelle mit.

Die Produktion soll von der Insolvenz unbeeinträchtigt weitergefahren werden. „Es ist das Wichtigste, dass die Kunden weiter bedient werden“, so Koch.

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Inzwischen werde Big Drum auch wieder von allen Lieferanten beliefert. „Wir haben Zahlungszusagen abgegeben“, sagt Koch. Hauptgrund für die finanzielle Schieflage sei, dass eine spanische Bank dem in Spanien sitzenden Mutterunternehmen plötzlich das Kontokorrentkonto gekündigt habe und man als Folge die Rechnungen nicht mehr zahlen konnte.

Außerdem handele es sich bei der Herstellung von Eisverpackungen um ein reines Saisongeschäft. „Aber schon jetzt müssen Unmengen von Mehl und Zucker für die Produktion gekauft werden“, erklärt Koch. Auf vollen Touren laufe die Produktion von Januar bis Juli. Den Rest des Jahres gebe es eine Grundauslastung.

Die 141 Mitarbeiter seien sehr engagiert. Die Löhne wurden ihnen bis einschließlich Januar gezahlt. In den nächsten drei Monaten gebe es Insolvenzgeld. Bis dahin soll darüber entschieden werden, welchen Weg man künftig einschlage. (may)

Quelle: HNA

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