Die Musikkabarettisten von Mistcapala gaben skurrile Anekdoten zum Besten

Mit Dudelsack zur Grenze

Mit Musik und viel Humor: Tobias Klug, Armin Federl und Vitus Fichtl (von links) vom Quartett Mistcapala auf der Gudensberger Märchenbühne. Fotos: Eberlein

Gudensberg. Keinen Käse erzählten die Kabarettisten des Herrenquartetts Mistcapala aus Landsberg am Lech am Wochenende. Richtig um die Wurst ging es aber, als die Vier am Samstag mit ihrem neuen Programm „Wurst statt Käse“ in Gudensberg auf der Märchenbühne standen.

Mit einer guten Portion Selbstironie und vielen kleinen Pointen präsentierten Tobias Klug, Armin Federl, Vitus Fichtl und Tom Hake im Stadtpark dem Publikum ihr Musik-Kabarett und sorgten für einen unterhaltsamen Abend in zwei Teilen.

Land der Leidenschaft

Dabei ging es um ganz alltägliche Ereignisse, wie zum Beispiel die altersbedingte Blasenschwäche und den Ärger über eine musikalische Nachbarschaft.

Tom Hake erzählte von der eigentlich simplen Einreise in die Schweiz, allerdings jedoch mit einem echten unterfränkischen Dudelsack. Dumm nur, dass die Einfuhr von „Tierkadavern“ in die Schweiz nicht erlaubt war. So musste Hake mit seinem Sack zunächst ein Grenzkonzert geben, um passieren zu dürfen.

Musikalisch führte die Reise der Kabarettisten auch nach Namibia, ins Altersheim und mit „Ronny Rakete“ (Vitus Fichtl) in das Land der Leidenschaften und wilden Lüste.

Selbst das fast vergessene elektronische Instrument Theremin kam in Gudensberg zum Einsatz. Verhüllt mit einem Schutzanzug spielte Tom Hake die Sarabande von Georg Friedrich Händel in einer Version für Theremin und Popcornmaschine.

Romantische Belästigung

Zum Programm gehörte auch Romantik, und so beglückte Vitus Fichtl die Zuhörer mit dem Liebeslied „Als sich unsere Blicke erstmals trafen“. Doch Vorsicht: Ein solcher erster Blick könne auch schon mal zu einem Schreiben vom Anwalt und einer Fast-Anzeige wegen sexueller Belästigung führen – so berichteten es die Akteure.

Nach einer kurzen Pause griffen die vier Herren tief in die Klamottenkiste für eine mittelalterliche Gewandung, auch eine Howard-Carpendale-Parodie und ein Wiener Lied auf sächsisch wurde ausgepackt. Doch ganz gleich ob mit Worten, mit Musik oder auch Tanz, die vier Bayern sorgten für einen unterhaltsamen Abend.

Von Christl Eberlein

Quelle: HNA

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