Neun Feuerwehrleute erwarben Führerschein für Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen

Sie dürfen jetzt ans Steuer

Geschickt am Steuer: Unter anderem wurde das Umfahren von Hindernissen geübt.

Felsberg. Neun junge Feuerwehrleute aus den Felsberger Stadtteilen Brunslar, Heßlar, Melgershausen und Wolfershausen haben jetzt die Berechtigung zum Fahren von Feuerwehrfahrzeugen mit einem Gesamtgewicht von bis zu 7,5 Tonnen erworben.

Bis es soweit war, standen Theorie und Praxis auf dem Programm. Hermann Frede (Wolfershausen), Dieter Matheiowetz (Brunslar), Helmut Wenderoth (Melgershausen) und Achim Schmidt (Niedervorschütz) wurden geschult, damit sie die Ausbildung der Führerscheinbewerber übernehmen konnten.

In vielen Feuerwehren hatte es zuvor Probleme mit dem Fahren der Einsatzfahrzeuge gegeben. Der Grund dafür war die neue EU-Regelung für die Führerscheine: Alle Einsatzkräfte, die ihre Führerscheinprüfung nach dem 1. Januar 1999 abgelegt hatten, durften keine Einsatzfahrzeuge mit einem Gesamtgewicht von über 3,5 Tonnen mehr fahren. Das führte teilweise dazu, dass Feuerwehren nicht oder nur verspätet ausrücken konnten, weil den jungen Einsatzkräften die Fahrberechtigung fehlte.

Auch bei den Jugendfeuerwehrwehren gab es Probleme: Zur Ausbildung mussten Feuerwehrleute zum Fahren der Einsatzfahrzeuge herangeholt werden.

Stadt spart 10 000 Euro

In Felsberg erhielten Feuerwehrleute für den Erwerb des Führerscheins einen Zuschuss von 1200 Euro. Allein bis 2007 hat die Stadt 8800 Euro dafür ausgegeben.

Das Land Hessen hatte dann eine neue Regelung eingeführt: Mit einer Zusatzfahrberechtigung können Feuerwehrleute geschult und geprüft werden. Diese Einsatzkräfte dürfen dann Fahrzeuge mit einem Gesamtgewicht bis zu 7,5 Tonnen fahren. Mit dieser neuen Regelung hat die Stadt Felsberg gegenüber der bisherigen Regelung 10 800 Euro eingespart.

Glückliche Gesichter gab es dann, als Bürgermeister Volker Steinmetz und Stadtbrandinspektor Klaus Siemon die erweiterten Fahrberechtigung übergaben, denn alle hatten die Prüfung bestanden. Steinmetz bedankte sich bei der Übergabe besonders bei den Ausbildern, die weit über 100 Stunden ihrer Freizeit geopfert hatten, damit mehr Einsatzkräfte die Feuerwehrfahrzeuge fahren dürfen. Siemon wies darauf hin, dass diese Fahrberechtigung nur zum Führen von Einsatzfahrzeugen berechtigt.

2014 soll die Ausbildung mit neuen Anwärtern fortgesetzt werden.

Von Helmut Wenderoth

Quelle: HNA

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