Der Durchgang zum Wolfhager Friedhof ist dicht

Geschlossen: Der bisherige Zugang vom Gelände der katholischen Kirche Sankt Maria zum Wolfhager Friedhof ist ab sofort dicht. Wie Frank Wiegelmann (rechts) und Martin Knapp vom Pfarrgemeinde- und Verwaltungsrat sagen, hätten sich darauf die Friedhofsverwaltung und die katholische Kirchengemeinde geeinigt. Foto: zih

Wolfhagen. Bisher hatten Besucher des Wolfhager Friedhofes drei Möglichkeiten, die Grabstätten zu erreichen - über die Eingänge an der Kurfürstenstraße und den unbefestigten Weg Am Liemecketal (Zufahrt Karlstraße) und über den Eingang vom Gelände der katholischen Kirche Sankt Maria. Dieser Durchgang ist nun gesperrt. Die Tür im Zaun für den Zugang zur Sakristei der Kirche wurde verschlossen und der Heckendurchbruch zum Friedhof wurde mit einem Metallgitterzaun unpassierbar gemacht.

Zu diesem Schritt haben sich die Friedhofsverwaltung - Trägerin ist die evangelische Kirchengemeinde Wolfhagen - und die Katholische Kirche Sankt Maria entschlossen, in dem Wissen, dass diese Entscheidung zu Unmut unter den Friedhofbesuchern sorgen wird. Vor allem versicherungstechnische Gründe hätten zu dem Entschluss geführt, sagte Pfarrer Hans-Jürgen Basteck von der Friedhofsverwaltung.

Privateigentum der Kirche

Das Gelände, auf dem die Friedhofsbesucher den nun geschlossenen Zugang benutzten und ihre Fahrzeuge parkten, sei Privateigentum der katholischen Kirche, sagt Frank Wiegelmann vom Pfarrgemeinde- und Verwaltungsrat. Darauf weise auch ein Schild an der Zufahrt von der Kurfürstenstraße hin.

Würde der bisher offen gehaltene Durchgang zum Friedhof weiterhin zur Verfügung gestellt werden, hätten umfangreiche Sicherungsarbeiten und ein behindertengerechter Umbau erfolgen müssen, so Wiegelmann. Die Kosten hierfür schätzt er auf über 10 000 Euro. Das Bistum Fulda würde sich nicht beteiligen. „Wir müssten also allein oder zusammen mit der evangelischen Kirchengemeinde dieses Projekt stemmen“, sagt Wiegelmann.

Ein zusätzlicher und ständiger Kostenfaktor sei die Sicherstellung eines dauerhaften Winterdienstes auf dem Kirchengrundstück von Sankt Maria. Bisher wurden dort zu den sonntäglichen Gottesdiensten Schnee und Eis geräumt, die Kosten in Höhe von 1600 Euro übernahm die katholische Kirchengemeinde. Frank Wiegelmann: „Umbau und Winterdienst, an dem sich die evanglische Kirche nicht beteiligen will, übersteigen unsere finanziellen Möglichkeiten. Deshalb mussten wir den Durchgang schweren Herzens schließen.“

Befestigter Weg

Derzeit laufen zwischen der Friedhofsverwaltung und der Stadt, die laut Pfarrer Hans-Jürgen Basteck in der Pflicht sei, Verhandlungen zum Ausbau eines befestigten Weges einschließlich Parkflächen im Bereich der Straße „Im Liemecketal“ Basteck: „Wir hoffen, dass diese Maßnahmen im kommenden Jahr abgeschlossen werden können.“(zih)

Quelle: HNA

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