Kreuzungsumbau: Barrierefreiheit am Ende der Fußgängerzone

Ebenerdig geht’s besser

Barrierefreiheit am Ende der Fußgängerzone: Behindertenbeauftragter Robert Weck (links) schaute sich gestern mit Bürgermeister Dieter Runzheimer die neuen Übergänge zwischen Gehweg und Straße im Kreuzungsbereich Rotenburger Straße / Obere Mauergasse an. Foto: Grugel

Melsungen. Melsungens Behindertenbeauftragter Robert Weck war am Mittwoch hochzufrieden. Denn der Kreuzungsbereich Rotenburger Straße/Obere Mauergasse ist für Rollstuhlfahrer endlich leicht zu passieren. 35 000 Euro investierte die Stadt dort in Barrierefreiheit und Straßensanierung.

Normalerweise senken Städte und Gemeinden für ebenerdige Übergänge zwischen Straßen und Gehwegen Bordsteine ab.

An der Kreuzung Rotenburger Straße / Obere Mauergasse ging die Stadt umgekehrt vor: Die Fahrbahn wurde erhöht, mit verkehrsberuhigenden Elementen ausgestattet sowie an den Rändern mit Spezialsteinen ebenerdig mit den angrenzenden Fußwegen verbunden. Finanziert wurde das Ganze nach Angaben von Bauamtsleiter Martin Dohmann aus dem 185 000 Euro starken städtischen Straßensanierungsprogramm.

„Ich bin hier jeden Tag mehrmals unterwegs. Die Situation ist zu 100 Prozent besser geworden.“

Die Kombination aus Verkehrsberuhigung und Barrierefreiheit kommt allen zugute, erklärte Bürgermeister Dieter Runzheimer. Neben Rollstuhlfahrern profitierten beispielsweise auch Fußgänger mit Kinderwagen, Rollatoren und Fahrrädern. Durch Hürden auf der Fahrbahn beachteten zudem Autofahrer mehr als in der Vergangenheit die Tempo 30-Regelung am Ort.

Großes Lob

„Ich bin hier jeden Tag mehrmals unterwegs. Die Situation ist zu 100 Prozent besser geworden“, lobte Robert Weck die neue Barrierefreiheit am Ort. Der Behindertenbeauftragte selbst hatte der Stadt die Anregung zum Umbau der Kreuzung gegeben. (lgr)

Quelle: HNA

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