Edeka-Markt statt Raiffeisen in Melsungen: Erweiterung geplant

Melsungen/Morschen. Für den Melsunger Raiffeisen-Standort gibt es nach dem Umzug der Technik-Sparte ein klares Bekenntnis.

„Mit den verbliebenen drei Sparten bleiben wir in Melsungen präsent“, sagte Reemt Bernert, ein Unternehmenssprecher.

Im vergangenen Jahr hatte die Raiffeisen Warenhandels GmbH die Technik-Sparte mit Landmaschinenhandel und Werkstatt geschlossen. Die zwölf Mitarbeiter wurden auf die jüngst modernisierten Standorte in Bebra, Hoheneiche, Homberg und Gudensberg verteilt.

„Dort werden wir mit neuester Technik und Gerätschaften unsere Kunden weiterhin betreuen und beraten“, sagte Bernert.

Standort Melsungen

In Melsungen sind damit drei Sparten und 17 Mitarbeiter verblieben.

• Agrarstandort: Verkauf von unter anderem Pflanzenschutz und Düngemittel sowie Getreidehandel.

• Tankstelle: Erst im vergangenen Jahr wurde die Tankstelle eröffnet. Dort gibt es unter anderem Diesel für Lkw- und Landwirtschaftsfahrzeuge.

• Energieverkaufsbüro: Dort können Kunden unter anderem Heizöl und Holzpellets erwerben. Insgesamt gibt es bei der Raiffeisen Warenhandels GmbH sieben Sparten.

Das Grundstück des Technik-Centers wurde verkauft. Über den Käufer sei Stillschweigen vereinbart, sagt Bernert. Er wisse auch nicht, was dort weiter geplant sei.

In Melsungen hatte es zuletzt immer wieder Gerüchte gegeben, dass ein ortsansässiger Lebensmittelgroßhandel das Grundstück erworben hätten. Fakt ist, dass Edeka Reinbold seinen Lebensmittelmarkt dort erweitern möchte. Das Grundstück habe er gekauft, bestätigt Ullrich Reinbold. Die Straße, die die beiden Grundstücke teilt, jedoch noch nicht. Über die Straße hinweg sei eine Erweiterung des bestehenden Edeka Neukaufs auf dem Gelände an der St.-Georg-Straße geplant. Weitere Details könne er zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht geben, sagte Reinbold.

Umstritten: Das Gebäude der Raiffeisen in Morschen macht nicht viel her. Archivfoto: m.s.

Das Kraftfutterwerk in Morschen sei auf dem neuesten technischen Stand. Auch wenn dies die Fassade nicht vermuten ließe. Optisch stört das große Gebäude mit den unansehnlichen Türmen das Erscheinungsbild vom Kloster- und Hotel-Komplex. In Morschen hatte es deswegen wiederholt Diskussionen gegeben.

„Das ist uns bekannt“, sagt dazu Raiffeisen-Sprecher Reemt Bernert. Die Möglichkeiten, das äußere Erscheinungsbild zu verbessern, würden daher auch intern geprüft. Gerade weil der Standort Altmorschen ein fester Bestandteil der langfristigen Planungen der Raiffeisen Warenhandels GmbH sei, wolle man ein einvernehmliches Miteinander.

Quelle: HNA

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