Ermittlungen wegen möglichen Umweltschadens

Sickersäfte aus Biogasanlage liefen in den Pilgerbach

Edermünde. Sickersäfte, die aus einer Biogasanlage stammen, waren vermutlich die Ursache für eine Verunreinigung des Pilgerbaches kurz vor Holzhausen/Hahn.

Ein Einwohner des Edermünder Ortsteils habe die Untere Wasserbehörde am Dienstag darauf hingewiesen, erklärte Landrat Frank-Martin Neupärtl auf Anfrage der HNA. Inzwischen seien auch Polizei und Regierungspräsidium eingeschaltet worden.

Am Mittwoch hätten sich Mitarbeiter der Unteren Wasserbehörde und der Gemeinde vor Ort umgesehen. Sie hätten festgestellt, dass offenbar Sickersäfte aus einer Biogasanlage über eine Drainage und einen Graben in den Pilgerbach gelaufen waren.

Umgehend sei angeordnet worden, das Erdreich abzutragen, um die Drainage abfangen zu können, sagte Neupärtl. Zudem seien eine abgedichtete Auffanggrube angelegt und 100 Meter des Ufers gereinigt worden.

Die Untere Wasserbehörde habe bei der Sichtkontrolle festgestellt, dass die Gewässergüte durch das Sickerwasser beeinträchtigt worden sei, tote Fische habe man aber beispielsweise nicht gefunden.

„Ob es einen Umweltschaden gegeben hat und wie groß er möglicherweise ist, konnte noch nicht festgestellt werden“, sagte Neupärtl. Für weitere Ermittlungen seien die Polizei und das Regierungspräsidium eingeschaltet worden. (hro)

Quelle: HNA

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