Beantwortung innerhalb von vier Wochen

Bürgerbefragung: Edermünde will wissen, was die Einwohner wollen

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Den Holzhäuser Hahn immer im Rücken: von links Bürgermeister Thomas Petrich mit den beiden Markt- und Meinungsforschern Sascha Wagner und Dr. Sebastian Vogt vom Unternehmen eOpinio, die die Bürgerbefragung in Edermünde vorbereiten und auswerten.

Edermünde. Die Einwohner von Edermünde sollen ihre Meinung sagen, und sie sollen auch deutlich gehört werden.

Die Gemeinde bereitet zusammen mit professionellen Meinungsforschern eine umfangreiche Bürgerbefragung vor, deren Ergebnisse letztlich in ein Entwicklungskonzept für Edermünde münden sollen. 

„Es war eine meiner klaren Wahlkampfaussagen, dass die Bürgerbeteiligung intensiviert werden soll“, sagt Bürgermeister Thomas Petrich. Inzwischen habe man ein Unternehmen gesucht und gefunden, das Erfahrung hat in Sachen Meinungsforschung. Engagiert wurde die Firma „eOpinio“ mit Niederlassungen in Gießen und Paderborn.

Bürgerbeteiligung dürfe nicht nur ein Schlagwort bleiben, sondern man müsse sie ernsthaft und professionell angehen, sagt Petrich. Das koste Geld und Zeit, werde in Edermünde aber auch politisch mitgetragen. Für Stufe eins rechnet er mit Kosten von 15.000 Euro.

Sascha Wagner und Dr. Sebastian Vogt, beide Geschäftsführer von „eOpinio“, machten sich in dieser Woche bei einem Rundgang in den vier Ortsteilen ein Bild von der Gemeinde, ihren Stärken und Schwächen. Sie werden zusammen mit ihren Mitarbeitern über die Sommerferien die Inhalte für die Befragung festlegen. Schließlich sollen die Fragebögen Ende September haushaltsdeckend verteilt werden - wie, steht noch nicht fest.

Die Bürger haben etwa vier Wochen Zeit für die Beantwortung. Die Daten werden anonym erhoben und von „eOpinio“ ausgewertet. „Eine erste Zusammenfassung der Ergebnisse werden wir Ende Januar 2017 beim Neujahrsempfang vorstellen“, sagt Petrich.

Gemeinde und Meinungsforscher hoffen auf eine hohe Beteiligung: je mehr Daten, desto größer ist die Aussagekraft. Mit den Ergebnissen soll zusammen mit Bürgern ein Entwicklungskonzept erarbeitet werden.

Weil die Meinungen, Wünsche und Anregungen von möglichst vielen Edermündern eingeholt werden sollen, werden die Fragebögen an alle ab dem 16. Lebensjahr ausgegeben. „Es soll nicht später heißen, dass ja nur der Nachbar befragt wurde“, betont der Bürgermeister. Deshalb habe man sich gegen eine repräsentative Gruppe ausgesprochen. Kinder ab dem 10. Lebensjahr sollen speziell befragt werden unter Einsatz von elektronischen Medien. Mit den Grundschulen will man besprechen, inwieweit eine Befragung der jüngeren Kinder vorbereitet werden kann. Kinder und Jugendliche dürfe man nicht außer Acht lassen, sie seien wichtig für die Zukunft.

Quelle: HNA

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