In Borken fand eine Stuteneintragung und Fohlenschau für Holsteiner Pferde statt

Edle Warmblüter bei Stuteneintragung und Fohlenschau in Borken

Neugierig: Hengstfohlen Lamborghini von Hans-Georg Schwedes aus Habichtswald.

Borken. Zum Treffpunkt von Pferdezüchtern aus Hessen und angrenzenden Bundesländern wurde Anfang der Woche der Holsteiner-Zuchtstall Bröcking in Borken.

Die Liebhaber von Holsteiner Pferden waren angereist, um die dreijährigen Stuten ins Zuchtbuch eintragen zu lassen. Dazu gab es eine Fohlenschau mit Brenntermin. Wie Irmelin Bröcking sagte, werde in Borken seit über 20 Jahren mit großem Erfolg gezüchtet. Seit 2001 ist der Zuchtstall in Borken ansässig, bis dahin in Homberg-Caßdorf.

Zum Termin in Borken war eine Bewertungskommission aus Holstein angereist, um die edlen Pferde zu beurteilen. Geleitet wurde sie von Dr. Stefanie Bergmann vom Holsteiner Pferdezuchtverband.

Bei der Bewertung wurden das Erscheinungsbild und Korrektheit der Vorder- und Hinterhand sowie die Bewegungsqualität in Schritt, Trab und Galopp begutachtet. Für die insgesamt sieben Bewertungskriterien sind maximal 70 Punkte möglich, erläuterte Dr. Bergmann. Für bis zu 47 Punkten gibt es eine Bezirksprämie und für bis zu 52 Punkte eine Staatsprämie.

Eintragungen ins Zuchtbuch

Eintragungen ins Zuchtbuch sind erforderlich, wenn gezüchtet wird oder die Tiere verkauft werden sollen. Weltweit gebe es mehr als 8000 Holsteiner-Züchter, sagte Rüdiger Bröcking. Zu 99 Prozent seien das Springpferde.

Bei der Schau in Borken wurden auch 50 Fohlen mit dem Brandzeichen des Holsteiner Zuchtverbandes gebrannt. Das Brennen ist auch im Holsteiner-Verband ein heißes Thema im wahrsten Sinne des Wortes

Wie in anderen Verbänden ist das Brennen der Fohlen auch beim Holsteiner Verband ein heiß diskutiertes Thema. Dr. Bergmann erläuterte, eine Untersuchung habe gezeigt, dass das Brennen den Fohlen keine Schmerzen bereite.

Allerdings sei das Einsetzen von Erkennungschips nicht ohne Nebenwirkungen. So könne ein nicht korrekt eingesetzter Chip im Körper wandern und gesundheitliche Störungen hervorrufen, dazu bestehe die Gefahr von Infektionen, hieß es bei der Schau in Borken. (zzp)

Quelle: HNA

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