So ein Schlawiner: Volksbühnen-Premiere in ausverkauftem Kursaal

Ehemann auf Abwegen

Die Lage spitzt sich zu: Auf frischer Tat ertappt stellen Ehefrau Catherine (Ilona Neumann) und die Geliebte Barbara Dubois (Andrea Schmolke) den untreuen Schlawiner Francois (Lothar Neumann) zur Rede. Foto: Elke Müller

Bad Emstal. Eine gelungene Premiere präsentierte das Schauspielensemble der Volksbühne Bad Emstal den Zuschauern im ausverkauften Festsaal am Thermalbad mit der Aufführung der unterhaltsamen Komödie „So ein Schlawiner“.

In der Titelrolle brilliert Lothar Neumann als notorischer Fremdgänger Francois Perrier. Als dieser an seinem 60. Geburtstag seiner Ehefrau Catherine (Ilona Neumann) den Laufpass geben und mit seiner jungen Geliebten durchbrennen will, um in Afrika mit ihr ein neues Leben zu beginnen, stößt er schon bald auf ein ungeahntes Problem. Denn nicht nur die eigene Ehefrau will der illustere Frauenheld sitzenlassen, sondern auch seine Noch-Geliebte Barbara Dubois (Andrea Schmolke), mit der er Catherine seit zehn Jahren betrügt.

Frauen verbünden sich

Als Barbara aufgelöst am Tag des Geburtstages in der Wohnung des Scharlatans auftaucht, um dessen Frau davon in Kenntnis zu setzen, dass Francois beide Frauen mit einer 29-jährigen Geliebten betrügt, erfährt auch Francois Exfrau Louise (Antje Hörl), die sich ebenfalls als Gast in der Wohnung befindet, vom wilden Leben ihres geschiedenen Ehemannes.

Schon bald verbünden sich die drei Frauen, um die Flucht des Schwerenöters zu verhindern. Erschwert wird das Vorhaben durch die Anwesenheit des befreundeten Ehepaares Eveline und Paul Rougemont, gespielt von Iris und Manfred Altmann, vor denen die Situation möglichst verborgen bleiben soll.

Als dann noch die neue Geliebte vom wahren Ich ihres betagten Liebhabers erfährt, und sich auf die Seite der Frauen schlägt, spitzt sich die Handlung zu.

Während sich der Schwerpunkt im ersten Teil der Vorstellung auf die Darstellung der Zusammenhänge der betrogenen Frauen und auf die Lebensumstände des untreuen Schlawiners richtet, erlebt das Stück im zweiten Teil mit dem Zusammentreffen aller Beteiligten seinen komödiantischen Höhepunkt.

Reich an Pointen

Ob sich der Hallodri am Ende aus seiner selbstgeknüpften Schlinge ziehen kann, können Interessierte in fünf weiteren Aufführungen (siehe Service) selbst erleben.

Verraten sei schon einmal, dass die Besucher mit der Aufführung dieser spritzigen Komödie nach der Vorlage von Pierre Chesnot eine lebendige und mit zahlreichen Pointen bestückte Aufführung erwartet.

Von Elke Müller

Quelle: HNA

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