Zehn Feuerwehrleute aus dem Landkreis erhielten Goldenes Brandschutzehrenzeichen

Ehrenamt spart hohe Kosten

Das Goldene Brandschutzehrenzeichen am Bande erhielten: Lothar Streitmatter (Gombeth), Bernd Keller (Trockenerfurth), Rudi Schlechter (Lohre), Gerhard Freudenstein, Karl Tschosnig (beide Niedervorschütz), Udo Ermler (Rhünda), Werner Heeger (Sachsenhausen), Georg Mühling (Asterode), Wolfgang Siebert (Ottrau), Reinhold Corell (Willingshausen). Foto: Ehl-von Unwerth

Schwalm-Eder. Zuverlässigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Einsatzbereitschaft und Teamgeist: Das sind die herausragenden Eigenschaften von zehn Feuerwehrleuten aus dem Schwalm-Eder-Kreis, die sich seit Jahrzehnten für in Not geratene Mitmenschen einsetzen.

Als Anerkennung für ihr 40-jähriges ehrenamtliches Engagement im Feuerwehrdienst verliehen ihnen Erster Kreisbeigeordneter Winfried Becker und Kreisbrandinspektor Werner Bähr das Goldene Brandschutzehrenzeichen am Bande.

Die einschneidenden Veränderungen in Technik und Gesellschaft seien die größten Herausforderungen, mit denen das Feuerwehrwesen in den vergangenen Jahrzehnten konfrontiert worden sei, sagte Vize-Landrat Becker. Besonders hervorzuheben sei das unentgeltliche, freiwillige Engagement, das angesichts sich verändernder gesellschaftlicher Werte heute nicht mehr selbstverständlich sei. Davon zeuge die nachlassende Bereitschaft junger Menschen, sich langfristig auf anspruchsvolle und zeitintensive ehrenamtliche Tätigkeiten einzulassen.

„Mit welcher Selbstverständlichkeit der Feuerwehrdienst von den Kameraden im Ehrenamt geleistet wird, beeindruckt mich immer wieder. Das hat absolute Vorbildfunktion“, würdigte Felsbergs Rathauschef Volker Steinmetz als Sprecher der Bürgermeister den ehrenamtlichen Einsatz im Feuerwehrwesen. Eine knallharte Rechnung bezüglich der Vorzüge der Freiwilligkeit für die Städte und Gemeinden machte Kreisbrandinspektor Werner Bähr auf.

Abgesehen vom technischen Gerät benötige eine Stadt wie Felsberg mindestens 50 hauptamtliche Leute, um den Feuerwehrdienst an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr zu gewährleisten.

Bei einer Entlohnung von rund 50 000 Euro pro Mann und Jahr ergebe das Ausgaben von jährlich 2,5 Millionen Euro.

Von Sigrid Ehl-von Unwerth

Quelle: HNA

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