Ehrenamtliche helfen bei Baby-Stress

Projekt wellcome: von links Martina Theis, Marina Otteni und Praktikantin. Foto: Thiery

Homberg. Familien mit Neugeborenen haben im Schwalm-Eder-Kreis jetzt die Chance, ganz praktische Hilfe zu bekommen.

Dabei geht es um das Wohl der Mütter, die nach der Geburt manchmal mit der Situation überfordert sind

Ziel des mehrfach ausgezeichneten Kinderschutz-Projekts „Wellcome“ ist es, dass Ehrenamtliche den Familien im ersten Jahr nach der Geburt zeitweise unter die Arme greifen.

Dahinter verbirgt sich eine moderne Form des Ehrenamtes und der Nachbarschaftshilfe. Die Familie meldet sich bei der Koordinatorin vor Ort, diese sorgt dafür, dass eine ehrenamtliche Mitarbeiterin sich mit der Familie in Verbindung setzt.

Kern der Hilfe ist, dass die Eltern in der ersten Zeit mit ihrem Neugeborenen eine spürbare Entlastung erfahren und einen Ansprechpartner an ihrer Seite haben. Alle Familien, auch mit geringerem Einkommen, sollen von dem Angebot profitieren.

„Das Baby ist da, die Freude groß, der Bedarf an Unterstützung und Rat allerdings auch. Wer keine Verwandten oder guten Freunde hat, die in den ersten Wochen nach der Geburt einspringen, erhält Hilfe von ‚wellcome’“, erklärte der Staatssekretär des Hessischen Sozialministeriums, Dr. Wolfgang Dippel, am Donnerstag per Pressemitteilung. Dadurch wolle man den familiären Zusammenhalt stärken und Krisen in dieser Übergangssituation vorbeugen. Denn auch wenn viele Mütter im ersten Jahr nach der Geburt zu Hause blieben, seien die Umstände auch auf dem Land andere als noch vor Jahrzehnten. „Viele Großeltern arbeiten selbst, oder sie wohnen nicht in der Nähe, um das Baby tagsüber mal für eine kurze Zeit abzunehmen“, sagt Martina Theis, Leiterin der Homberger Elternschule. Die Großfamilie wie einst gebe es längst schon nicht mehr.

Von Christine Thiery und Maja Yüce

Quelle: HNA

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