Ehrenpreis jetzt noch höher dotiert

Wolfgang Rupp

Schwalm-Eder. Mit Wohltätigkeitsarbeit kennt sich Wolfgang Rupp, der langjährige Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse, aus. In seiner Verantwortung wurden die vier Sparkassen-Kulturstiftungen gegründet, die ein Kapital von 5,1 Millionen Euro angesammelt haben und jährlich 250 000 Euro ausschütten.

Seit 1. April ist Wolfgang Rupp im Ruhestand, aber der 65-Jährige denkt gar nicht daran, sich nur seinen Hobbys zu widmen. Stattdessen hat er neue Pläne, um vorbildliches Engagement zu fördern.

Für den Ehrenpreis, den Landrat Frank-Martin Neupärtl seit acht Jahren vergibt, hat Rupp ein neues Konzept entwickelt. Die Auszeichnung soll auch finanziell deutlich attraktiver ausgestattet werden. Bisher stellte die Kreissparkasse zwischen 8000 und 10 000 Euro zur Verfügung, die an Vereine und Einzelpersonen vergeben wurden.

Die Bank habe das Preisgeld nun auf insgesamt 45 000 Euro pro Jahr angehoben, berichtet Wolfgang Rupp im Gespräch mit der HNA. Zudem übernehme die Kreissparkasse die Kosten für die Ausrichtung der Feier, die wie bisher in der Stadthalle Homberg stattfinden werde.

Neu ist, dass es eine Kommission unter Vorsitz des Landrats gibt, die die Preisträger auswählt – vier aus den Kreisteilen, die jeweils 7500 Euro erhalten sollen, sowie einen besonders herausgehobenen Preisträger, dem 15 000 Euro zugesprochen werden sollen.

Die Kreissparkasse habe die finanzielle Ausstattung für einen Zeitraum von fünf Jahren verbindlich zugesagt. Das Konzept habe der Verwaltungsrat der Kreissparkasse gebilligt.

Wolfgang Rupp wurde zum ehrenamtlichen Geschäftsführer auf fünf Jahre bestellt. Seine Aufgabe werde es unter anderem sein, sich nach preiswürdigen Initiativen umzusehen, kündigte der früher Bank-Chef an.

Erstmal wird der „Ehrenpreis des Landrats für beispielhaftes Bürgerengagement im Schwalm-Eder-Kreis“ am Mittwoch, 23. Mai, vergeben. Die Veranstaltung in der Homberger Stadthalle beginnt um 19 Uhr. Wer die Preisträger sind, wollte Wolfgang Rupp noch nicht verraten. Er sei aber überrascht gewesen, wie viele beispielhafte Initiativen es im Schwalm-Eder-Kreis gebe, die es verdient hätten, gefördert zu werden, sagte er.

Anders als bisher wolle man nicht nach dem Gießkannenprinzip arbeiten, sondern mit einer finanziellen Ausstattung, die sich sehen lassen könne.

Bisher konnten sich Vereine und Verbände um eine Spende bewerben oder Vorschläge machen, nun werde man auch ganz aktiv nach geeigneten Preisträgern suchen. Rupp: „Wir schauen ganz unabhängig in alle Bereiche.“ Gefördert werden solle aber insbesondere die Jugendarbeit.

Wolfgang Rupp gehörte 28 Jahre dem Vorstand der Kreissparkasse an, die vergangenen zwölf Jahre war er Vorstandsvorsitzender.

Quelle: HNA

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