Ehrenpreis des Landrats: 45.000 Euro für Bürgerengagement

+
Preisträger und Jury: Von links der frühere Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse, Wolfgang Rupp, Jutta Wöli-Voss, Hubertus Nägel, Sabine Conti, Moderatorin Petra Nagel, Dr. Ulrich Skubella, Thomas Gille (Vorstand Kreissparkasse) , Lotta Heinisch, Marcus Riehl, Landrat Frank-Martin Neupärtl, Karl-Otto Winter (Vorstandsvorsitzender Kreissparkasse), Heinz Roßkopf und Klaus Hahn.

Schwalm-Eder. Mehr Geld und neue Vergaberegeln: Der Ehrenpreis des Landrats für beispielhaftes Engagement wurde am Mittwoch in Homberg erstmals nach einem neuen Konzept vergeben. 45.000 Euro vergab die Kreissparkasse Schwalm-Eder an fünf Vereine, die in herausragender Weise tätig sind.

Je 7500 Euro bekamen der Katharinenverein aus Spangenberg, das Musikschutzgebiet aus Homberg, der Verein Pro Fritzlar sowie das Blasorchester Schwalmstadt. Der Sonderpreis, der mit 15.000 Euro dotiert ist, ging an das Dorfmuseum Holzburg.

„Mit diesem Konzept wollen wir die Arbeit gezielter fördern“, sagte Wolfgang Rupp. Der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Bank hat seit diesem Jahr die Geschäftsführung der Kommission übernommen, die für die Vergabe der Preise verantwortlich ist. Zunächst wurde der Betrag von 10.000 auf 45.000 Euro aufgestockt. Den Vereinen soll es ermöglichst werden, mit dem Geld wirklich etwas bewegen können, sagte Landrat Frank-Martin Neupärtl.

Künftig werden vier Vereine aus den jeweiligen Kreisteilen ausgewählt. Sie bekommen jeweils 7500 Euro. Außerdem wird ein mit 15.000 Euro dotierter Sonderpreis vergeben. „So sollen Menschen belohnt werden, die mehr tun als gefordert ist“, sagte auch Petra Nagel vom Hessischen Rundfunk, die durch den Abend führte. Mehr Initiative bei der Suche der möglichen Preisträger stehe nun im Vordergrund. „Wir schauen uns auch in den Vereinen um, die sich nicht bewerben“, sagte Wolfgang Rupp. Dazu sollen mit den hohen Beträgen Anreize geschaffen werden. „Wer sich engagiert, ist nächstes Mal vielleicht auch dabei“, erklärte Vorstandschef Karl-Otto Winter.

Das neue Konzept sehe eine breitere Darstellung des Preises vor. Die Bank wählte deshalb auch die Stadthalle als neuen Veranstaltungsort. „So können mehr Menschen an der Verleihung teil nehmen“, sagte Rupp.

Die Gewinner präsentierten ihre Arbeit in einem Video und sprachen mit Moderatorin Petra Nagel über ihre Aktivitäten.

• Im Katharinenverein setzen sich 20 Frauen ehrenamtlich vorwiegend mit diakonischer Arbeit für ältere Menschen in Spangenberg ein.

• Die Organisatoren des Musikschutzgebietes fördern junge Bands aus der Region und veranstalten jedes Jahr ein Musikfestival am Grünhof in Homberg.

• Der Verein Pro Fritzlar setzt sich für die Entwicklung der Domstadt ein, dazu gehören die Stadtführergilde und der Kulturtreff Fritzlar.

• Das Blasorchester Schwalmstadt ist für die musikalische Förderung der Jugend beispielhaft. Von den 200 Mitgliedern spielen 40 im Orchester. Es ist für sein breites Repertoire von Klassik und Marsch über Pop und Rock bekannt.

• Das Dorfmuseum Holzburg wurde auch deshalb mit der außergewöhnlichen Auszeichnung bedacht, weil es fast das ganze Dorf mobilisierte, das neben dem Betrieb und Erhalt des Museum in den vergangenen Jahren bei dem Ausbau und der Renovierung der Gebäude der Museumsanlage mithalf. (zty)

Von Heinz Rohde

Quelle: HNA

Kommentare