Unabhängiger Kandidat

Dr. Eibe Hinrichs will ins Homberger Rathaus einziehen

Will Bürgermeister in Homberg werden: Dr. Eibe Hinrichs. Foto: Yüce

Homberg. Er ist einer, der auf Nummer sicher geht. Deshalb hört Dr. Eibe Hinrichs auch nicht auf, Unterstützerunterschriften für seine Bürgermeisterkandidatur zu sammeln.

Die 74 Stimmen, die er dafür benötigt, hat er zusammen, sagt er. Doch es könnte ja sein, dass einige davon nicht gültig sind. Deshalb wirbt er weiter für sich. Denn Dr. Eibe Hinrichs will Hombergs Bürgermeister werden. Fünf Kandidaten wollen in das Rennen um das Amt gehen (wir berichteten). Gewählt wird am Sonntag, 25. Mai.

Dr. Eibe Hinrichs tritt als unabhängiger Kandidat an und er betont, dass er tatsächlich unabhängig sei. „Wer von einer Partei unterstützt wird, ist nicht wirklich unabhängig“, sagt er.

„Engagement der Homberger wurde erstickt.“

Im Schwalm-Eder-Kreis und speziell in Homberg fühle er sich wohl, sagt Hinrichs, der in Knüllwald-Rengshausen wohnt und als Dozent in Plauen arbeitet. Und weil er sich so wohl fühle, wolle er sich aktiv einbringen.

„Die Stadt ist derzeit wie gelähmt“, sagt Hinrichs. Es gebe etliche Entscheidungen, die getroffen werden müssten, doch würden sie nicht getroffen. Das sei besonders schmerzlich, wenn man gleichzeitig sehe, dass in Fritzlar und Melsungen einiges besser laufe. „Da bekommt man das Gefühl, dass Homberg nicht die Kreisstadt ist.“

Es gebe zu wenige Aktivitäten. „Es gibt ein Marketing, aber es wird nicht umgesetzt, und das Engagement der Homberger wurde erstickt. Dabei sind wir alle doch die Stadt.“ Man müsse die Emotionen der Menschen ernst nehmen. „Es gibt hier eine Wut darüber, dass nichts passiert.“ Und wenn man sich jetzt stolz Reformationsstadt nenne, dann dürfe man auch nicht vergessen, auf die neuen Schilder auch Kreisstadt zu schreiben.

Es gebe einige drängende Probleme: Ihm liege die Jugend am Herzen, sagt Dr. Hinrichs. „Junge Leute haben in der Stadt nur eine Zukunft, wenn sie auch berufliche Alternativen haben“, erklärt er. Das ehemalige Krankenhaus sei zum Beispiel ein guter Ort für eine Berufsakademie. Er wisse, dass man in der Politik viele dicke Bretter bohren müsse. Denn kommunalpolitisch sei er erfahren (siehe Hintergrund). Die dicken Bretter werde er als Bürgermeister bohren, verspricht er. Zugleich sagt er zu, seine Versprechen zu halten. „Man muss etwas für das Vertrauen der Menschen tun.“

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Quelle: HNA

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