Mit filigranen Muster verziert Bernard Gonsior hartgekochte Hühnereier

Kein Ei wie das andere: Je mehr Bernard Gonsior sich mit dem Schmücken der Eier beschäftigt, desto mehr Ideen für Muster falllen ihm ein. Fotos:  Müller-Neumann

Spangenberg. Blumen, Ranken, Hasen, geometrische Muster – je mehr der Spangenberger Bernard Gonsior sich mit den hartgekochten Eiern beschäftigt, desto mehr kommt seine Phantasie in Fahrt.

So ist jedes Ei ein Unikat und nicht nur in der Familie und bei Freunden ein begehrter Osterschmuck.

Vor einer Woche hat der gebürtige Pole seine kleinen Kunstwerke am Stand der Rosenfreunde beim Kellermarkt vorgestellt – und prompt neue Bestellungen erhalten. Auch Arbeitskollegen fragen immer wieder nach den Eiern, die zum Essen viel zu schade sind. Also hebt man sie auf.

Nach einigen Jahren sind Eiweiß und Eigelb zu einer harten Kugel eingetrocknet, die beim Schütteln klackert. 20 bis 30 Jahre alte Eier hat Gonsior zu Hause, denn seine Leidenschaft währt schon viele Jahre, genau 50 Jahre.

Denn mit sechs Jahren schon beteiligte er sich an der Gemeinschaftsarbeit in der Familie. Acht Geschwister waren sie, erzählt der gebürtige Pole aus Gleiwitz in Oberschlesien, vier Mädchen, vier Jungen. Stolz sagt er: „Ich war der Beste.“ Und eigentlich wollte er mal auf die Kunstschule gehen. Doch letztlich blieb es bei dem Hobby, erzählt der 56-Jährige, der bei einer Spangenberger Firma Hausmeister und Mädchen für alles ist.

Handwerklich geschickt ist Bernard Gonsior, der in seinem Haus vieles selbst macht und in der Garage einen 56 Jahren alten Oldtimer der Marke Ifa stehen hat. Doch nicht immer hat er Lust auf Fliesenschneider und Schraubendreher, sondern eben auch auf den spitzen, scharfen Cutter, mit denen er die Muster in die Eier ritzt.

Die Eier werden zunächst in braunen oder roten Zwiebelschalen hart gekocht, bevor ihnen Gonsior an die Schale geht. Vorlagen für die Muster hat er nicht, braucht er auch nicht. Die Muster entstehen in seinem Kopf, und der arbeitet umso kreativer, je mehr Eier Gonsior bearbeitet. Wenn es kleine Muster sind, sitze ich zwei bis drei Stunden daran. Für große Muster benötigt er eine halbe Stunde. „Wenn es kleine Muster sind, sitze ich zwei bis drei Stunden daran“, sagt Bernard Gonsior.

 Dem Hobby im Taschenformat frönt er nicht nur zu Hause. Als er vergangenes Jahr zur Kur in Bad Soden-Allerdof war, hat er sich mit Ei und Cutter in den Park gesetzt – und sogar einige verkauft.

Quelle: HNA

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