Eifer, Energie, Engagement: Lob für die Mosheimer Dorfgemeinschaft

Mosheim. Feierlich und heiter ging es beim Festkommers zum Auftakt der 1225-Jahr-Feier in Mosheim zu. Im ältesten Malsfelder Ortsteil hatten die 480 Einwohner seit Monaten intensiv auf dieses Fest hingearbeitet.

Zum Jubiläum überbrachte Dieter Posch, Minister für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung, den Mosheimern die Freiherr-vom-Stein-Urkunde.

Viel Lob zollte er den Organisatoren und allen Bewohnern, die ihr Dorf so schmuck hergerichtet hatten. Zum Fest gab’s Flach-, Rund- und Hochgeschenke – Geld, Wein vom Böddiger Berg sowie zwei in Hilgershäuser Erde gezogene Walnussbäume vom Hilgershäuser Ortsvorsteher Heinrich Schmidt. „Man möge sie Mosnuss und Hilgersnuss nennen“, schlug er vor.

Festredner Michael Hanke, Vorsitzender des vor vier Jahren eigens für das Fest gegründeten Heimatvereins Mosheim, sparte nicht mit Lob für die Bewohner. „In jedem noch so kleinen Winkel, jedem Hof und Anwesen haben sie das idyllische nordhessische Örtchen für die Feier herausgeputzt“, sagte er. Solch einen Gemeinschaftssinn habe er nicht erwartet. Wenn’s drauf ankommt, dann ziehen die Mosheimer an einem Strang, sagte er.

Von den 515 Exemplaren der Dorfchronik waren tags zuvor schon 420 verkauft worden, freute er sich mit Blick auf die Arbeitsgruppe für die Dorfchronik, die ein hohes Maß an Professionalität und Teamgeist bewiesen habe. Minister Dieter Posch bescheinigte den Mosheimern ein beeindruckendes Ortsbild. „Hessen lebt nicht nur von seinen elf Metropolen, sondern auch von der Attraktivität seiner Landschaften und Dörfer, sagte er.

Ein beispielhaftes Dorf

Malsfelds Bürgermeister Herbert Vaupel machte sich über das Wetter am Sonntag überhaupt keine Sorgen. „Bei uns macht das die Pfarrerin“, sagte er. Den Mosheimern bescheinigte er Eifer, Energie und Engagement, dem Ortsvorsteher Thomas Steube im besonderen eine sachliche, konstruktive und kooperative Zusammenarbeit.

2,54 Millionen investiert

Seit 2003 habe die Gemeinde 2,54 Millionen Euro für Abwasseranlagen, Wasserversorgung und die Sanierung der Infrastruktur ausgegeben. Die Mosheimer haben beispielhaft selbst mit Hand angelegt, sagte Vaupel. „Was hier baulich passiert ist, lässt sich vielleicht mit einer Dorferneuerung vergleichen.“

Die Mosheimer, die sich ein Logo mit der Sonne gegeben haben, stehen für eine junge, dynamische Gemeinde, sagte Pfarrerin Gudrun Ostheim. Und gutes Wetter, „das gibt’s, wenn man sich richtig liebt“, fügte sie hinzu. (zal)

Quelle: HNA

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