Schüler der Gesamtschule Melsungen drehen einen sechsminütigen Filmbeitrag

Eigene Regie erfordert viel Kreativität

Film ab: Gianluca Mendes und Helmut Mutschler drehen eine Szene mit den Schauspielern Lukas Hoppe und Pauline Bachmann. Samed Difyeli sorgt mit dem Mikrofon für den richtigen Ton. Foto: Becker

Melsungen. „Ruhe am Set“, sagt Regisseur Gianluca Mendes – und 16 Jugendliche der Gesamtschule Melsungen werden mitten in den Dreharbeiten für einen eigenen Streifen still.

Die Neuntklässler nehmen am Wahlpflichtunterricht Film teil und müssen sich in den nächsten eineinhalb Jahren entscheiden, in welche Richtung es beruflich für sie geht.

Deshalb nehmen sie mit einem sechsminütigen Beitrag an einem Filmprojekt des Hessischen Rundfunks „Meine Ausbildung“ teil. Dabei setzten sie sich auch mit ihren Zukunftsplänen auseinander.

Der Film wird in eigener Regie gedreht. „Sie müssen allein kreativ sein“, betont Lehrer Helmut Mutschler. Das sei allerdings harte Arbeit. Viele Szenen müssten mehrmals gedreht werden. Auch die Handhabung der Kamera sei kompliziert. Die müsse per Hand eingestellt werden. Der Film handelt von Amelie (gespielt von Pauline Bachmann), die sich vergebens bei zahlreichen Unternehmen bewirbt – und in der Schule geht’s auch bergab. Als ihr Freund den Vorschlag macht, gemeinsam mit ihr nach Amerika auszuwandern, gerät sie ins Grübeln und berät sich mit ihren Freundinnen – entscheidet sich allerdings gegen den Plan ihres Freundes. Im darauffolgendem Streit trennt sich das Paar. Sie findet schließlich eine Ausbildung in einer Apotheke. Dort trifft sie einige Jahre später auf ihre große Liebe.

Die Hauptdarstellerin des Films hat eine Ausbildung gefunden. Welche beruflichen Zielen aber haben sich die anderen Schüler gesetzt?

Pilot, Erzieher, Architekt

„Ich möchte später Architekt werden. Da kann ich entwerfen, zeichnen und kreativ sein“, sagt Samed Difyeli zu seinen Plänen. Dennis Heinze möchte später mal im Flugzeug als Pilot sitzen. Aber auch die Berufe Mechaniker und Erzieher sind bei den Jugendlichen sehr beliebt.

„Es ist erstaunlich, was aus vielen Schülern geworden ist“, sagt Helmut Mutschler aus Berufserfahrung. Die jungen Leute könnten oft ihre Wünsche in die Realität umsetzen.

Oft wissen sie auch genau, was sie nicht wollen. Einen Job vor oder hinter der Kamera konnte sich beispielsweise keiner der anwesenden Schüler vorstellen.

Von Lars Becker

Quelle: HNA

Kommentare