Naturschützer aus Fritzlar bringen Kröten bei ihrer Wanderung sicher auf den Weg

Im Eimer über die Straße

Hilfe bei der Krötenwanderung: Kathrin Becker bekam am Wochenende Hilfe von (von links) Moritz Beyer, Tamino Müller, Katharina Ritz, Caroline Braun und Mattis Blum. Fotos: Zerhau

Züschen. Kaum treffen die ersten wärmenden Sonnenstrahlen auf die Erde, hält es die Erdkröten nicht mehr im Winderlager. Sie machen sich auf den Weg in Richtung Laichgewässer.

Damit die Amphibien bei ihrer Wanderung nicht überfahren werden, bekommen sie im Bereich von Züschen seit 1990 Hilfe von den Mitgliedern des Bund-Ortsverbandes Fritzlar. Im März und April sind Helfer um ihre beiden Vorsitzenden Kathrin Becker und Thomas Schmidt im Einsatz und bringen die Erdkröten auf den richtigen, sicheren Weg zu ihren Laichplätzen.

An gefährlichen Stellen werden im Frühjahr knapp zwei Kilometer Krötenzäune vom Forst- und Umweltdienst aus Borken aufgestellt. Wo keine unterirdischen Durchgänge vorhanden sind, werden morgens und abends die Zäune abgelaufen, die Kröten eingesammelt und dann auf der anderen Straßenseite wieder ausgesetzt.

Am Wochenende war Kathrin Becker mit Kindern und deren Eltern an der Straße von Züschen nach Wellen im Einsatz. Innerhalb kurzer Zeit hatten sie zahlreiche Kröten aufgelesen. Auf der anderen Straßenseite wurden die Amphibien ausgesetzt. Nach kurzer Orientierung machte sich der Krötentross Richtung Wasser auf den Weg.

Nach Angaben der BundOrtsverbandsvorsitzenden Kathrin Becker, seien während der Krötenwanderung 30 Helfer im Einsatz, um die Zäune zu kontrollieren, und die Kröten umzusetzen.

Finanziell unterstützt wird der Bund-Ortsverband Fritzlar, der 56 Mitglieder zählt, durch die Stadt Fritzlar und die Kreissparkasse. Dazu versorgt die Lebensmittelkette tegut die Kindergruppe mit Essen und Trinken. (zzp)

Quelle: HNA

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