Ein-Euro-Jobs: Zahl sinkt 2011 im Schwalm-Eder-Kreis um die Hälfte

Schwalm-Eder. Die Zahl der Ein-Euro-Jobs im Landkreis wird im kommenden Jahr um mehr als die Hälfte reduziert. Waren es Anfang 2010 noch 441 Arbeitsgelegenheiten, so sollen es jetzt nur noch knapp 200 sein. Zum Vergleich: Noch vor drei Jahren, zu Spitzenzeiten, belief sich die Zahl der Ein-Euro-Jobs auf über 800.

„Damals standen uns noch 2,5 Millionen Euro zur Verfügung, um Ein-Euro-Jobs im Landkreis zu finanzieren“, sagt Hans-Gerhard Gatzweiler, Geschäftsführer von der Arbeitsförderung Schwalm-Eder. „In diesem Jahr aber beläuft sich die Summe nur noch auf 500 000 Euro: Schon seit dem Frühjahr müssen wir stark auf die Sparbremse treten.“

Mit großem Bedauern: Ein Ein-Euro-Job sei zwar ein letztes, aber durchaus sinnvolles Instrument, um Arbeitslose wieder an den Arbeitsmarkt heranzuführen, sagt Gatzweiler. Ziel sei es, Langzeitarbeitslose wieder an geregelte Tagesabläufe zu gewöhnen, vielleicht sogar in Lohn und Arbeit zu bringen. Laut Statistik gelingt das nicht selten: Immerhin jeder fünfte Arbeitslose findet binnen eines halben Jahres nach der Beschäftigung eine sozialversicherungspflichtige Stelle.

Die Arbeitsförderung vermittelt Ein-Euro-Jobber vor allem an soziale Einrichtungen, Städte und Gemeinden und Vereine. Dort sind sie beispielsweise in Kindergärten und Büchereien, in Museen und Sportvereinen im Einsatz. Dabei gehe es keinesfalls darum, feste Stellen durch günstigere Ein-Euro-Jobs zu ersetzen: Voraussetzung für einen Ein-Euro-Job sei, dass er sozialversicherungsfrei, wettbewerbsneutral und im öffentlichen Interesse ist.

Das Interesse seitens der Arbeitslosen an dieser Beschäftigungsart sei groß, berichtet Gatzweiler. Viele Arbeitslose stünden der Idee im Vermittlungsgespräch sehr aufgeschlossen gegenüber: „Nicht wenige suchen eine sinnvolle Aufgabe.“

Quelle: HNA

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