Langer Applaus für die exzellente Pianistin Danae Dörken bei Meisterkonzert

Eine 20-Jährige begeisterte

Begeisterung: Die Solistin Danae Dörken führt die Besucher des Bad Zwestener Meisterkonzerts in die Klangwelten von Haydn und Beethoven. Foto: Auerbach

Bad Zwesten. Werke aus den Klangwelten von Michael Haydn, Ludwig van Beethoven und Wolfgang Amadeus Mozart standen auf dem Programm, mit dem die renommierte Sinfonietta Köln die sinfonische Saison der Bad Zwestener Meisterkonzerte eröffnete. Die Zuhörer erlebten ein Orchester, das gestalterisch beweglich und klangschön den Vorstellungen von Dirigent Cornelius Frowein folgte. Es gelang ein großer Musikabend mit ausdrucksstarken Momenten.

Solistin des Abends war die hübsche, gertenschlanke, 20 Jahre junge Danae Dörken, die zum ersten Mal in Bad Zwesten gastierte. Gewaltig sind die Anforderungen von Beethovens „Klavierkonzert Nr. 4“, G-Dur, op. 58, das in den Jahren 1805/06 entstand. Ganz bescheiden trat die konzerterfahrene Pianistin auf und machte in souveränem Spiel ihr meisterliches Können hörbar.

Im vorzüglichen Zusammenwirken mit den Musikern der Sinfonietta formte sie das Werk und beeindruckte durch wunderbare Tongebung. Ganz leise begann sie den ersten Satz mit einem kurzen Solo, auf das die Streicher folgten. Daraus entstand ein andauernder virtuoser Dialog zwischen dem Klavier und dem Orchester.

Den kurzen Mittelsatz leiteten die Streicher düster und im Unisono ein und erhielten vom Klavier eine gefühlvolle Antwort. Dieses kontrastvolle Gegeneinander der oft staccato spielenden Streicher und dem erst sanftmütigen, sich dann im Ausdruck steigernden Klavier, wiederholte sich mehrfach.

Zum Satzende verebbten Orchester und Klavier im Nichts. Im Finalsatz, in dem auch die Trompeten und Pauken zu Wort kamen, zeichneten Orchester und Solistin ein heiteres Klangbild.

Langen Applaus und Blumen gab es für die exzellente Pianistin.

Das Konzert wurde eingeleitet mit Haydns „Sinfonie D-Dur“, Perger 42, aus dem Jahr 1778 und abgeschlossen mit Mozarts „Jupiter-Sinfonie“ von 1788. In beiden Sinfonien brillierten die Musiker der Köln Sinfonietta mit dynamischen Kontrasten und strahlenden Tuttiklängen.

Eine glänzende Vorstellung von Orchester und Solistin im Kurhaus von Bad Zwesten.

Von Michael Auerbach

Quelle: HNA

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