Bürgersolarpark ist seit rund fünf Monaten am Netz - Betreiber sind zufrieden

„Eine der besten Anlagen“

Check der Anlage: Die BLG-Geschäftsführer Jan-Hendrik Lübcke (links) und Marek Grimmelbein prüfen einige Wechselrichter im Bürgersolarpark. Foto:  Welch

bad emstal. Seit dem 6. Dezember vergangenen Jahres liefert der Bürgersolarpark in Sand Strom. Und Marek Grimmelbein, einer der Geschäftsführer der Isthaer Firma BLG Projekt GmbH, ist begeistert: „Die Anlage läuft hervorragend.“ Wegen der Hanglage und günstigen Windbedingungen - Wind kühlt die Anlage - „ist sie eine unserer besten Anlagen“, so Grimmelbein. Am Freitagabend wird sie nun offiziell eingeweiht.

Der Park in Sand ist der vierte, den die BLG in der Region auf die Beine gestellt hat. Am Riesen in Niederelsungen, in Volkmarsen und in Grebenstein stehen weitere Solarparks. Gut sechs Millionen Euro sind auf dem gemeindeeigenen, 4,3 Hektar großen Areal hinter dem früheren Maho-Gebäude in Sand investiert worden. Die Betreibergesellschaft Bürgersolarpark Bad Emstal GmbH und Co. KG zählt 64 Kommanditisten, die 1,3 Millionen Euro eingebracht haben.

Nach Angaben von Marek Grimmelbein bringt die 2,4-Megawatt-Anlage - damit ist sie groß wie die in Niederelsungen - im Jahr ungefähr 615 000 Euro. Der Park verfügt über 12 224 Module und 213 Wechselrichter. Die Vergütung liegt bei 28,43 Cent pro Kilowattstunde.

Bad Emstals Bürgermeister Ralf Pfeiffer ist froh, dass mit dem Solarpark alles so „reibungslos“ funktioniere. Er sieht Bad Emstal bei der Produktion von erneuerbaren Energien ganz weit vor. Circa 90 Prozent des Stroms, der in der Gemeinde verbraucht wird, stamme aus erneuerbaren Energien. Pfeiffer: „Wenn alle Kommunen so vorbildlich bei der Erzeugung von Ökostrom wären wie Bad Emstal, bräuchten wir vermutlich kein Atomkraftwerk mehr.“ (awe)

Quelle: HNA

Kommentare