Eine ganz runde Sache

Gartenbau-Unternehmen übernehmen Pflege der Homberger Kreisel

Pflanzen und Gestalten ist ihr Spezialgebiet: Frank Trieschmann (2. von rechts) und Wolfgang Laus (rechts) haben die Pflege der Kreisel übernommen. Darüber freuen sich (von links) Frederick Naumann vom Baubetriebshof und Bürgermeister Dr. Nico Ritz. Foto: Yüce

Homberg. Der Bauhof der Stadt Homberg kümmert sich ab sofort nicht mehr um die Bepflanzung der Kreisel. Was nach einer schlechten Nachricht klingt, ist eine gute.

Der Stadt ist es nämlich gelungen, zwei Gartenbaufirmen zu gewinnen, die sich um den Blumenschmuck der Anlagen in der Ziegenhainer Straße und der Hersfelder Straße kümmern werden.

Dadurch spare man über 10.000 Euro, rechnete Frederick Naumann vom Baubetriebshof der Stadt jetzt vor. Allein 220 Stunden hätten sich die Mitarbeiter des Bauhofes pro Jahr mit den Kreiseln befasst. Hinzu kamen die Materialkosten.

Die Kreisel seien mehr als prägend für die Ortseingänge, sie seien ein Aushängeschild, sagte Bürgermeister Dr. Nico Ritz. Dennoch hätten die Ausgaben dafür auf dem Prüfstand gestanden. Das wundert nicht: Schließlich ist die Stadt unter dem Schutzschirm des Landes und seit Monaten dabei, nach Einsparmöglichkeiten zu suchen. Deshalb wurden Unternehmen gesucht, die die Pflege der Anlagen übernehmen - und gefunden.

Die Arbeit und auch die Kosten für Beflanzung, Pflege und Bewässerung übernehmen künftig die Teams der Firmen Trieschmann Gartengestaltung - an der Hersfelder Straße - und Lambrecht GaLaBau - an der Ziegenhainer Straße. „Pflanzen und Gestalten, das ist unser Arbeitsgebiet und wir können so die Stadt unterstützen“, sagte Frank Trieschmann. Das sei auch die Motivation der Firma Lambrecht, erklärte Geschäftsführer Wolfgang Laus.

„Sobald der Frühling los legt, legen wir auch los“, betonte Laus. Die Vorplanung laufe bereits. „Die Firmen haben in Rücksprache mit der Stadt Gestaltungsfreiheit“, erklärte Ritz. Beide Gartenbau-Experten wollen eine Dauerbepflanzung anlegen. „Mit wechselnden Blüten, mit Gräsern und Steinen“, sagte Wolfgang Laus. Das sei weniger arbeitsintensiv und sehe dennoch gut aus, betonte er und Frank Trieschmann stimmte ihm zu. Der Aufbau der Grünanlage sei der größte Kostenfaktor. Die Pflege gestalte sich dann nicht mehr so aufwändig. „Unsere Mitarbeiter fahren täglich mehrfach an dem Kreisel vorbei, sie können dann bei Bedarf entsprechend reagieren“, betont Trieschmann.

Mit ihrer Arbeit an den Kreiseln wollen die Gartenbau-Profis für sich werben. „Wir präsentieren uns und das geht so bessern als auf einem Werbeplakat“, sagte Frank Trieschmann. Schließlich bekomme man an zentralter Stelle zu sehen, was die Unternehmen können. Er und Laus wollen Lust auf Gartenbau machen. Eine Werbetafel dürfen die Unternehmen auch anbringen. Diese dürfe aber nicht größer als ein Quadratmeter sein.

Der Vertrag mit den beiden Unternehmen läuft über fünf Jahre. Rein rechnerisch spart die Stadt somit bei der Bewirtschaftung der Kreisel 50.000 Euro - eine runde Sache also.

Quelle: HNA

Kommentare