Die letzten Bauarbeiten laufen derzeit im neuen Fritzlarer Gesundheitszentrum

Eine gelungene Operation

Im Dachgeschoss: Thilo Menzer und Dr. Joachim Knell im neuen Dialysezentrum.

Fritzlar. Ein Haus bis unters Dach voll mit Ärzten und Angeboten rund um die Gesundheit, das würde sich manche Stadt im Landkreis wünschen. Gleich in der Nähe des Fritzlarer Krankenhauses ist in den vergangenen Monaten ein Ärztehaus mit ambulanten Angeboten entstanden.

Würde man den Neubau des Gesundheitszentrums, wie das Haus offiziell heißt, mit einer Operation vergleichen, dann würden Thilo Menzer und Dr. Joachim Knell wohl sagen, dass dieser Eingriff sehr gut verlaufen ist. Denn sie sind im übertragenen Sinn die Chefärzte, stehen hinter dem Projekt, für das eigens die GmbH Ärztehaus in Fritzlar - Gesundheitszentrum Fritzlar, gegründet wurde. Menzer ist Nephrologe (Nierenspezialist) und Knell von der Firma Argendo. „Es ist eine perfekte Baustelle“, sagt Knell und Menzer stimmt ihm bei einem Gang durch das Haus zu.

Nach einem Jahr fast fertig

Etwa ein Jahr nach dem Baustart ist das Haus, das hinter dem Schulamt und dem Amtsgerichtsgebäude liegt, jetzt fast fertig: Drei Etagen plus ein Dachgeschoss für das Dialysezentrum sind entstanden.

Knapp elf Millionen Euro hat der dreistöckige Bau gekostet. Zehn Millionen Euro waren ursprünglich veranschlagt. Zusätzliche Kosten sind unter anderem durch höhere Kosten beim Brandschutz entstanden.

Die Arbeit in dem Haus sei für Ärzte besonders reizvoll, sagt Menzer. Es könnten Räume, Geräte und mehr gemeinsam genutzt werden. Ein Beispiel: Die Mitarbeiter der Praxis Weber und Menzer teilen sich einen Umkleideraum und eine Küche. „Es gibt noch mehr Synergien“, sagt Menzer, der bisher in Homberg, Ziegenhain und Fritzlar praktiziert. 20 Dialyseplätze stehen in seiner neuen Fritzlarer Praxis bereit. Somit habe sich die Bettenzahl verdoppelt, sagt er.

Nur noch im Erdgeschoss sind die Bauarbeiter am Werk. Die ersten Büros und Praxen wurden bezogen, einige Mieter haben ihre Arbeit schon aufgenommen. Währenddessen entstehen im Erdgeschoss gerade eine Cafeteria und eine Apotheke. Eine Woche nach Ostern soll auch dort der Betrieb laufen. Und: „Ab Juni werden wir im Vollbetrieb sein“, sagt Thilo Menzer.

Bislang seien 90 Prozent der 4200 Quadratmeter vermietet. Für die noch freien 440 Quadratmeter großen Flächen laufen Verhandlungen.

Viele Fritzlarer seien schon jetzt neugierig, was da gleich in der Nähe des Amtsgerichts für ein großer Bau entstanden ist. „Das Interesse ist groß“, sagt Knell. Daher werde am 27. April einen Tag der offenen Tür stattfinden.

Lange auf Parkplatzsuche müssen künftige Patienten und die Besucher am Tag der offenen Tür nicht gehen, denn 108 Parkplätze gehören zum Gebäude, 54 davon in einer Tiefgarage. Die Parkplätze werden gebührenpflichtig sein. HINTERGRUND

Quelle: HNA

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