Seit 30 Jahren Dorffest in Hombergshausen – Symbol einer intakten Gemeinschaft

Wie eine große Familie

HOMBERGSHAUSEN. Sie sind eine kleine, aber starke Gemeinschaft: Die Hombergshäuser, die gemeinsam mit den kommunal zusammengehörigen Nachbarn aus Lengemannsau eine enge Solidarität verbindet. Den Zusammenhalt der 112-köpfigen Gemeinschaft fördert vor allem die Feuerwehr.

Von den derzeit insgesamt 60 Mitgliedern rücken die 15 Aktiven, darunter drei Frauen, nicht nur in brenzligen Situationen aus, sondern gestaltet auch das dörfliche Leben wesentlich mit. Ein Beispiel dafür ist das Hombergshäuser Dorffest, das die Feuerwehrleute seit nunmehr 30 Jahren ausrichten.

Am vergangenen Wochenende fand die 16. Neuauflage nach dem Auftakt im Jahr 1983 statt. Damals lenkte noch Bundeskanzler Helmut Kohl die Geschicke Deutschlands, der HSV dominierte die Bundesliga als Fußballmeister, und das erste Motorola-Handy stellte mit 800 Gramm noch ein echtes Schwergewicht dar. Damals betrugen beispielsweise die Literpreise für Heizöl 0,72 DM und für Bier 0,93 DM. Diese und viele weitere Informationen erhielten die Festgäste beim Abstecher ins Dorfgemeinschaftshaus neben dem Festplatz. Dort erwartete sie eine mit vielen Fotos anschaulich dargestellte Ausstellung über die Geschichte des Dorffestes.

Neben dem gemütlichen Beisammensein im Festzelt bei deftigen Leckereien und selbst gebackenem Kuchen war auf dem Festgelände Bewegung in mehrfacher Form angesagt. Das galt nicht nur für die jüngsten Besucher, die sich auf einem Mini-Karussell sowie bei diversen Spielen vergnügten. Am Samstag versetzte ein Menschenkicker-Turnier die Besucher in Bewegung, ob als lebensechte Spielfiguren an Stangen in der aufblasbaren Fußball-Arena oder als Tippgeber von der Seitenlinie.

Schlepper-Ausstellung

Nach einem Festzelt-Gottesdienst stand der Dorffest-Sonntag vorwiegend im Zeichen der motorisierten Mobilität: Bei einer Schlepper-Ausstellung atmeten Landmaschinen-Oldtimer mit tuckernden Motoren dicke Rauchwolken in den Hombergshäuser Himmel.

Von Sigrid Ehl-von Unwerth

Quelle: HNA

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